Mit den langen Tagen und warmen Temperaturen ist der Sommer die schönste Zeit zum Angeln. Jesco Peschutter stellt Euch elf Fische vor, die jetzt besonders gut beißen.
1 Graskarpfen
Graskarpfen lieben hohe Temperaturen und lassen sich im Sommer hervorragend fangen. Diese Pflanzenfresser haben jetzt richtig Kohldampf und fressen was das Zeug hält. Wer ordentlich mit Mais oder Tigernüssen füttert, bekommt die kampfstarken Graser auf seinen Platz. Ein kleiner und auffälliger Pop Up bringt dann häufig Bisse. Aber auch ein Versuch an der Oberfläche kann sich lohnen. Schwimmendes Brot schlürfen die Fische gerne ein – diese Angelei ist absolut spannend!
2 Schleie
Wenn es in der warmen Jahreszeit auf Schleien gehen soll, ist frühes Aufstehen angesagt. Vor allem die zeitigen Morgenstunden sind immer für Bisse gut. Wer in der Dämmerung seine Posenmontage dicht an den Seerosen oder an Unterwasserpflanzen präsentiert, darf sich auf mehrere Fische im Kescher freuen. Mit Maden, Mais, Rotwurm oder Teig am Friedfischhaken taucht die Pose schnell ab. Etwas Anfüttern ist beim gezielten Schleienangeln von Vorteil.
3 Aland
Pack das Toastbrot ein, heißt es beim sommerlichen Angeln auf Aland. In vielen norddeutschen Flüssen und Kanälen kommen diese Friedfische vor. Die Brotflocke wird mit einer unauffälligen Pose in der Strömung serviert. Füttert vorher mit Stückchen vom Toastbrot an. Wenn sich Fische zeigen und die Flocken von der Oberfläche nehmen, ist es Zeit, den Hakenköder ins Spiel zu bringen. Lasst diesen mit der Drift zu den fressenden Alanden treiben: Dann folgt nicht selten der Biss.
4 Karpfen
Im Sommer bei herrlichem Wetter am Gewässer sitzen und die Seele beim Karpfenangeln baumeln lassen: Gibt es etwas Schöneres? Entspannung pur und ein paar schöne Rüssler im Kescher sind immer drin. Aufgrund der Hitze verschiebt sich die Beißzeit aber meist in die Nacht oder den frühen Morgen. Spiegler und Schuppis haben Kohldampf und geben im Drill alles. Boilies an der Haarmontage sind immer eine gute Wahl.
5 Aal
Eine schwüle Nacht im August oder September und die Zeit direkt nach einem Sommergewitter sind beste Voraussetzungen für einen Ansitz auf Aal. Packt genügend Würmer ein, denn die Aalglocken werden bei solchen Bedingungen häufiger bimmeln. Vernachlässigt den Nahbereich Eures Gewässers nicht. Nachts kommen die Aale oft bis ins knöcheltiefe Wasser, um dort nach Nahrung zu suchen. Eine Montage sollte deshalb dicht am Ufer vorm Schilf, vor Steinen oder Totholz angeboten werden.
6 Barsch
Das Angeln auf Barsche kann manchmal zäh sein. In der warmen Zeit besitzen die gestreiften Räuber häufig ein kurzes Beißfenster. Wer dieses aber trifft, wird wahre Sternstunden am Wasser erleben: Die Morgenzeit oder der späte Abend sind top. Barsche geraten in einen wahren Fressrausch und drücken Kleinfische bei der Jagd an die Oberfläche. Dann solltet Ihr Euren Köder rasch auswerfen, denn manchmal ist das Spektakel schneller vorbei als einem lieb ist.





