Der Frühling ist die ideale Zeit, um Karpfen mit der Fliege zu befischen, wenn die Räuber ihre Schonzeit genießen. Rowan Voshart streift mit der Fliegenrute streift durch das Poldergebiet zwischen Schiphol und seinem Wohnort Vinkeveen. Ende April lädt er mit Pieter Beleen die Rüssler zu Eiersuche.

Schon beim vorsichtigen Anschleichen an den ersten Graben erkennen wir reichlich Karpfenaktivität. „Leider sind sie gerade ein bisschen zu aktiv. Durch das schöne Wetter der letzten Woche sind sie voll in die Laichzeit eingestiegen“, erklärt Rowan mit leicht zweifelndem Blick. Die „paarungswilligen“ Karpfen schwimmen dicht hintereinander her und haben nur noch Augen füreinander. „Sie laichen nie alle gleichzeitig. Wir suchen nach Fischen, die ruhig stehen oder langsam ziehen – die fressen möglicherweise noch“, sagt er hoffnungsvoll, während er sein „Karpfen-Ei“ sorgfältig anfeuchtet und einsatzbereit macht.

Fliegenmuster für Karpfen

Blasenmacher


„Weiß oder Rosa?“, fragt Rowan und öffnet seine Fliegendose. Da auch das Auge mitangelt, entscheide ich mich für Rosa. „Schau, hier frisst ein Fisch“, sagt er und zeigt mit der Rutenspitze auf aufsteigende Blasen vom Grund. „Wenn Du das siehst, wirfst Du genau diesen Fisch an.“
Rowan beobachtet konzentriert den Bissanzeiger, während die Fliege langsam absinkt. Leider nimmt der „Blasenmacher“ die Fliege nicht. „Vielleicht war es auch nur eine Brasse.“ Um unsere Chancen zu erhöhen, montiere ich nach Rowans Vorbild ein etwa ein Meter langes 0,25er-Fluovorfach an die Fliegenschnur und schiebe einen auffällig gefärbten Indikator darauf. Etwas darunter, am Ende des Vorfachs, sitzt die Fliege. Dank des kurzen Vorfachs lässt sich mühelos werfen und auch ein Fisch direkt unter der Rutenspitze präzise anwerfen.

Dicker Karpfen auf Fliege

 

Text & Fotos: Erwin van Hensbergen

Den ganzen Artikel findet Ihr in FISCH & FLIEGE 86

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