Diesmal in „Kreucht & Fleucht“: Ladybug

Marienkäfer/Ladybug im Original

Marienkäfer gehören zur Familie der Coccinellidae und sind nahezu überall auf der Welt verbreitet. Rund 5.000 Arten sind bekannt. Ihr Markenzeichen ist der halbkugelförmige, gewölbte Körper, der je nach Art zwischen einem und 18 Millimetern misst. Die meisten Vertreter erreichen jedoch eine Größe von etwa acht Millimetern. Typisch sind die gelben, orangefarbenen oder scharlachroten Flügeldecken mit schwarzen Punkten, während Beine, Kopf und Fühler meist dunkel gefärbt sind.
Die harten Flügeldecken schützen die empfindlichen Hinterflügel und verleihen den Käfern ihr unverwechselbares Aussehen. Wie viele andere Landinsekten geraten auch Marienkäfer immer wieder auf die Wasseroberfläche – sei es durch Wind, einen Fehltritt auf einem Grashalm oder beim Umherfliegen. Da sie in nahezu allen Landschaften vorkommen, sind sie auch in Gewässernähe häufig anzutreffen. Eine ausgeprägte Schwarmzeit gibt es nicht; die Käfer sind tagsüber aktiv und können während der gesamten Saison ins Wasser fallen.

Material-Tipps

Für die Imitation wird orangefarbener Polycelon-Schaum verwendet. Dieses Material sorgt für hervorragenden Auftrieb und hält die Fliege zuverlässig an der Oberfläche. Gleichzeitig erleichtert die auffällige Farbe dem Angler das Verfolgen des Musters auf dem Wasser. Die Beine werden aus feinen Kunststofffasern gefertigt, die sich beispielsweise aus dem Netzmaterial von Blumenverpackungen gewinnen lassen. Die ursprünglich verwendeten „Japanese Legs“ sind nahezu identisch, kosten jedoch deutlich mehr. Alternativ können auch einige Fibern einer braunen oder schwarzen Hahnenfeder verwendet werden. Ein bis zwei Wicklungen am Thorax reichen dafür vollkommen aus. Bei kleineren Mustern der Größe #16 genügen oft schon wenige Fibern am Thorax, um die Beinchen überzeugend nachzuahmen.
Gefischt wird die Marienkäfer-Imitation am besten passiv in der Dead Drift. Lassen Sie das Muster natürlich mit der Strömung treiben. Eine Methode, die bis weit in den September hinein hervorragende Chancen auf steigende Fische bietet.

Text & Fotos: Nadica und Igor Stancev

Den ganzen Artikel findet Ihr in FISCH & FLIEGE 87

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