Beim Angeln mit Schwimmbrot sind pure Spannung und wilde Drills die Belohnung für Ruhe und Sorgfalt am Ufer. Christian Siegler gibt Euch Tipps für Oberflächenfänge.

Die Hakenspitze sollte frei bleiben

Langsam lasse ich die Brotflocke nur mit einem sachten Schwung auf die Wasseroberfläche gleiten. Die Spannung steigt, als sich eine große, dunkle Silhouette von unten nähert. Nur einen kurzen Moment zögert der Karpfen, um das Schwimmbrot anschließend mit einem gierigen Schmatzen einzuschlürfen. Anhieb!! Und plötzlich explodiert das Wasser vor mir und mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Ich liebe diese einfache, aber absolut spannende Angelei auf Karpfen.

Karpfen: Angeln auf Sicht

Beim aktiven Fischen auf Karpfen sind alle Sinne geschärft. Das gefällt mir. Irgendwie kommt da immer mein Spinnanglerherz von früher durch. Wenn man den Karpfen, den man gleich fangen wird (oder auch nicht) schon vor dem Biss beobachten kann, liegt absoluter Nervenkitzel in der Luft. So einfach diese Methode auch sein mag, so großartig ist das Erlebnis beim Angeln mit der Brotflocke. Ich bin der Überzeugung, dass ich einem Angeleinsteiger unser Hobby mit kaum einer anderen Methode näherbringen kann, als mit dieser.

Schwimmbrot: Kinderleichte Montage

Das Schöne ist die Unbeschwertheit und Einfachheit beim Angeln mit Schwimmbrot. Nur ein wenig Kleinkram, eine Rute und ein Kescher plus Abhakmatte und Brot – das war’s schon. Von diesem Minimalismus bin ich eh ein Fan und das spielt mir bei meiner mittlerweile begrenzten Angelzeit als Familienvater voll in die Karten. Kein Zelt, keine Liege, kein Schlafsack, Kocher, Brolley, Trolley et cetera. Bleibt alles zu Hause. Und genau so simpel und minimal ist die Montage. Man nehme einen stabilen und scharfen Karpfenhaken Größe 6 bis 2 und knote ihn an seine monofile Hauptschnur. Fertig. Jetzt nur noch das Schwimmbrot anködern – dabei darauf achten, dass die Hakenspitzte frei bleibt – und ab geht’s. Klar, das ist nur was fürs ufernahe Angeln, aber genau das möchte ich ja auch so. Einen Tipp fürs Angeln mit der Brotflocke auf größere Distanzen gebe ich Euch im Extrakasten. Wichtig ist, dass Ihr nicht am Brot spart. Packt lieber etwas mehr ein. Fische ich ufernah, verwende ich gerne normales Toastbrot. Zwei Packungen sollten es schon sein, denn einige Brotflocken fliegen ohne Haken aufs Wasser, um die Karpfen zu locken und bei Laune zu halten…

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE & ROLLE 04/2021!
Text: Christian Siegler
Fotos: Timo Keibel, Christian Siegler

 

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