Stanislav Mankov ist einem ganz bestimmten Fisch verfallen, dem Huchen. Während seines Balkan Hucho Quest sammelte er an verschiedenen Flüssen Erfahrungen mit dem Großsalmonien und packt spannende Tipps für diese besondere Fischerei aus.

Huchen für Stanislav aus dem Lim

Huchen, Donauforelle, Donaulachs, Mladica, Sulec oder einfach der König. Dieser Fisch zieht mich seit fast einem Jahrzehnt in seinen Bann. Jetzt weiß ich, wie ich ihn mit der Fliege befische und fange. Ich bin am Ziel. Die Saison 2020/2021 war auch für uns Angler aufgrund Covid 19 wirklich kompliziert. Trotzdem erfüllte ich mir einen Traum und fing den mächtigen Räuber in allen Balkanländern, in denen sich ein Versuch lohnt: Kroatien, Slowenien, Bosnien und Montenegro. Serbien lasse ich raus. Wenig Zeit, ohne richtigen Erfolg. Am Ende fand ich den passenden Namen: Balkan Hucho Quest! Im Folgenden stelle ich chronologisch die besten Spots von meinem Trip vor, an denen ich  insgesamt 18 Huchen fangen konnte.

Reiseziel 1
Kroatien. Flüsse: Kupa, Kupica und Curak. Reisezeitraum: Oktober bis November 2020.

Es war meine erste Hucho-Reise. Wir wohnten in der River Kupa Lodge im wunderschönen „Schmetterlingstal“. Sie befindet sich etwa hundert Meter vom Grenzfluss zu Slowenien: der Kupa. Wir wurden von unserem Gastgeber Zac, der nicht nur ein guter Fliegenfischer, sondern auch ein hervorragender Koch ist, herzlich empfangen. Die Lizenz kostete uns 25 Euro pro Tag und wir hatten das Glück, dass zum ersten Mal in diesem Jahr auch das Angeln auf Huchen an den Flüssen Curak und Kupica erlaubt war. Das sind kleine Nebengewässer der Kupa, in denen während der Forellen- und Äschensaison nur Trockenfliegen ans Vorfach dürfen. Während der Huchensaison vom 1. Oktober bis 15. Februar sind nur Streamern mit einer Mindestlänge von 18 Zentimeter an einem widerhakenlosen Einzelhaken erlaubt.

Huchenfischen im Winter ist kein Kindergeburtstag – aber Schnee bringt Fisch

Alle von uns gefangenen Huchen maßen zwischen 60 und 85 Zentimeter. Die meisten bissen in den frühen Morgenstunden am Fluss Kupica. Wir sahen auch ein paar riesige Schatten von Fischen, die  weit über einen Meter lang gewesen sein müssen. Ich setzte in den Nebenflüssen auf eine 9er Rute mit langsam sinkender Schnurspitze und im Hauptfluss Kupa auf eine 10er Rute mit schnell sinkender Spitze. Unser Plan brachte gute Fangergebnisse: Morgens fischten wir einige Stunden in den kleinen Flüssen, wechselten dann zum Hauptfluss. Am Ende des Tages statteten wir der Kupica und dem Curak noch einen Besuch ab. Aber ohne Erfolg. Ich bin der Meinung, dass die Huchen dort in den ersten Stunden mit Tageslicht am aktivsten waren. Leider mussten wir unseren Trip vorzeitig beenden. Ein Angler in der Gruppe zeigte Symptome von Covid 19.

Text und Fotos: Stanislav Mankov

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