Die Weser bei Bremen ist ein wahres Raubfischparadies. Hier kommen sowohl Ufer- als auch Bootsangler zum Erfolg. Dennis Kieselhorst erkundet das Revier am liebsten mit dem Kajak und erzählt Euch, wie er das ganze Jahr über fängt.

Die Weser ist eine prall gefüllte Wundertüte: Diesmal knallte ein fetter Rapfen auf den Kunstköder

Ein außergewöhnliches Jahr mit vielen Herausforderungen, die auch unser Hobby beeinfl ussen, liegt hinter uns. Wer gerne verreist und in anderen Ländern fischt, fühlte sich plötzlich als Gefangener im eigenen Land. Exakt zwei Wochen vor meinem jährlichen Florida-Trip mit einer Kajakgruppe kam der Einreisestopp und auch sämtliche Pläne für Abenteuer in Schweden, Kanada und Panama lösten sich im Laufe des Jahres in Luft auf. Nicht den Kopf in den Sand stecken und das Beste aus der Situation machen, dachte ich mir. Bestenfalls liegt das Gute direkt vor der Haustür. In meinem Fall: die Weser.

Weser: Großer Strom

Ich wohne im hohen Norden, genauer gesagt in Bremen – dem kleinsten Bundesland in Deutschland. Wirklich viele Möglichkeiten mit dem Kajak gibt es in dieser Ecke nicht, da sinnlose Vereinsregeln das Kajakangeln auf vielen Gewässern verbieten. Aber es gibt da noch diesen großen Fluss vor meiner Haustür: die Weser. Schon als kleiner Junge habe ich dort vor fast 40 Jahren Würmer gebadet. Auch mit dem Kajak bin ich seit zehn Jahren auf der Weser unterwegs, allerdings in eher unregelmäßigen Abständen und immer wieder an verschiedenen Abschnitten – mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg.

Morgens ist es am besten

Im vergangenen Jahr änderte ich meine Herangehensweise komplett. Ich konzentrierte mich im Mai auf den Altarm eines Weserzuflusses und ab Juni – nach Ende der Raubfischschonzeit im Fluss – auf einen knapp zwei Kilometer langen Abschnitt der Weser, mit für jede Jahreszeit interessanten Zonen: ausgespülte Außenkurven, zahlreiche Buhnen, viele Flachwasserbereiche und gerade Strecken mit stark abfallender Kante. Bei dieser Herangehensweise lernt man genau, wo und in welcher Tiefe die Fische zu welcher Jahreszeit stehen, wann sich Beißfenster öffnen und schließen und welche Köder und Farben gut funktionieren. Einfach mal ein wenig experimentieren und vor allem auch Out-of-the-box denken und nicht immer monoton die Bereiche fischen, wo alle anderen auch angeln. Aber das Wichtigste dabei ist, es konsequent durchzuziehen…

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE & ROLLE 03/2021!
Text & Fotos: Dennis Kieselhorst

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