Karpfenangeln – das bedeutet, nächtelang am Wasser auszuharren und Wagenladungen voller Gepäck durch die Gegend zu schleppen. Denkste! Tobias Norff reichen ein paar Stunden, um schöne Karpfen zu fangen.

Der Autor liebt die Morgendämmerung für kurze Karpfensessions

Nein, ich bin kein Mann für eine Nacht! Es nervt mich, das ganze Gerödel ans Wasser zu schleppen und aufzubauen, um es dann nach ein paar Stunden unruhigen Schlafes völlig übermüdet wieder einzupacken. Am besten noch alles schön nass und verschlammt, damit ich zu Hause auch noch was davon habe – nein, vielen Dank! Mittlerweile habe ich die Einzelnächte fast vollständig aus meiner Karpfenangelei gestrichen. Das Verhältnis von Aufwand und Angelzeit steht für mich in keinem guten Verhältnis. Zwei Nächte am Stück sind Minimum, lieber drei oder gleich vier. Dafür lohnt es sich, wenigstens Zelt, Liege, Schlafsack, Boot und Kocher einzupacken. Und es ist auch einfach viel entspannter, am Morgen aus dem Zelt zu schauen und den Tag entspannt anzugehen, ohne gleich an den Abbau denken zu müssen. Nun ist es leider so, dass sich längere Touren nicht mal eben so ins Berufs- und Familienleben integrieren lassen. Erst recht nicht spontan, wenn das Wetter gerade passt. Mehr als fünf, sechs Mehrtagestouren bringe ich pro Jahr kaum unter. Aber Karpfenangeln möchte ich trotzdem öfter – auch zwischen diesen Sessions! Also doch die kurzen Zeitfenster nutzen und wieder nur für einzelne Nächte anrücken?

Kurz und gut

Nein, mein Weg ist ein anderer: Ich verkürze die Touren weiter. Für drei, vier Stunden angeln brauche ich weder Zelt noch Schlafsack und Liege. Oft nehme ich nicht mal einen Stuhl mit. Größere Futtermengen sind ebenso überflüssig wie Ersatzkleidung und an Verpflegung reicht mir eine Thermoskanne Kaffee und eine Käsestulle. Kurz gesagt: Wer nicht am Wasser übernachtet, kann eine ganze Menge Krempel zu Hause lassen. Und plötzlich steht der Aufwand selbst bei kurzen Touren wieder im Verhältnis zur Angelzeit. Aber lassen sich in so kurzer Zeit überhaupt Karpfen fangen? Klar, warum denn nicht? Mehr als bei langen Touren kommt es jedoch darauf an, sein Angeln möglichst effektiv zu gestalten. Ich habe das in den vergangenen Jahren für mich perfektioniert und muss sagen, dass ich an vielen Gewässern damit sogar besser fahre.

Wer zur richtigen Beißzeit am Wasser ist, kann mehrere Karpfen fangen

Frühstück oder Abendessen?

Der alles entscheidende Punkt ist: Unsere Angelzeit muss in die Beißzeit der Fische fallen! Wer nach dem Ausschlafen und einem ausgedehnten Frühstück gegen Mittag am Wasser eintrudelt und pünktlich zum frühen Abend wieder einpackt, wird über die Saison nicht sehr viele Karpfen zu Gesicht bekommen. Das stimmt zumindest an allen Gewässern, die ich so kenne und befischt habe. Etwas anderes gilt dort aber auch: So gehört die Zeit zwischen Morgendämmerung und Mittag fast immer zu den produktivsten Phasen. Damit steht ein Zeitfenster für den Kurzansitz schon mal fest…


Das Gewinnspiel ist bereits beendet!

+++Gewinnspiel+++

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