Seehechte lieben Fisch! Wer einen dieser leckeren Räuber überlisten möchte, sollte deftige Happen anbieten. Jesco Peschutter sagt Euch, welche Köder am besten fangen.

Dieser Seehecht biss auf einen mit Fisch verzierten Pilker

Dieser Seehecht biss auf einen mit Fisch verzierten Pilker

Wenn Ihr in Toprevieren für Seehecht wie Romsdalsfjord, Frøya, Bessaker, Sognefjord, Namsenfjord oder Trondheimsleia Eure Köder zu Wasser lasst, dann sind Fänge der silbrigen Fische keine Seltenheit. Das gezielte Angeln auf Seehecht ist nicht schwer. Wichtig ist erst einmal, dass Ihr zur richtigen Zeit, also im Spätsommer oder Frühherbst, in einem guten Revier unterwegs seid. Dann stellt sich aber noch die Frage: Welche Köder sind am besten? An Naturködern führt kein Weg dran vorbei und es muss fischig sein. Aber nicht jeder Happen fängt gleich gut. Ich möchte Euch im Folgenden die besten Köder für Seehechte vorstellen und zeigen, wie Ihr diese am besten anbietet.

Hering und Makrele für Seehechte

Seehechte lieben es, wenn der Köder ordentlich Duft unter Wasser verströmt. Deshalb sind Heringe und Makrelen meine liebsten Fischchen, wenn ich es auf meine Zielfische abgesehen habe. Heringe als Köderfische sind meist etwas schwieriger zu besorgen. Wer diese allerdings bekommt, hat einen super Leckerbissen zur Hand. Denn die Schwarmfische sorgen dafür, dass sich im Seehechtrevier viele Aromastoffe verteilen und somit verführerisch die Räuber anlocken. Makrelen kommen in der besten Zeit zum Seehechtangeln meist sehr zahlreich vor und sind einfach mit einem Paternoster zu fangen.

Diese Mini-Thune halten etwas besser als Heringe am Haken und besitzen ebenfalls einen klasse Fischgeschmack und Duft, sodass sie schnell von den Seehechten wahrgenommen werden. Egal ob Hering oder Makrele, wenn Ihr einen dieser beiden Köder fangen oder besorgen könnt, seid Ihr dem Ziel Seehecht schon ein großes Stückchen nähergekommen.

Makrelen und Heringe sind die besten Köderfische zum Seehechtangeln

Makrelen und Heringe sind die besten Köderfische zum Seehechtangeln

Fetzen am Pilker

Die wohl einfachste Montage zum Seehechtangeln ist der klassische Pilker. Doch pur fängt das „Eisen“ meist nicht so gut. Deshalb pimpen wir diesen Köder noch ein wenig. Dafür verziert Ihr den Drilling mit Fischfetzen von Makrele oder Hering. Die Fischstückchen dürfen ruhig etwas größer ausfallen, da Seehechte eine ordentliche Futterluke besitzen. Wichtig ist nur, dass die Hakenspitzen vom Drilling frei bleiben, damit diese beim Biss gut im Maul greifen können. Da wir beim Angeln auf Seehecht meist in Tiefen von 70 bis 130 Meter fischen, solltet Ihr Pilker mit Gewichten von 300 bis 500 Gramm verwenden. Als Farben haben sich silberne, grüne und blaue Modelle bewährt. Aber auch andere Dekore fangen, solange unten am Drilling fischige Kost angeboten wird.

Ganzer Köderfisch für große Seehechte

Wie schon erwähnt, haben Seehechte ein richtig großes Maul, in das viel hineinpasst. Wer gezielt die größeren Exemplare herauspicken möchte, dem empfehle ich ganze Köderfische. Ein großer Hering oder eine stattliche Makrele stellen für Seehechte über 80 Zentimeter kein Problem dar. Die Köderfische biete ich, ähnlich wie beim Angeln auf Heilbutt, hinter einem Schleppblei an einer Zwei-Haken-Montage mit 8/0er bis 10/0er Einzelhaken und 3/0er bis 5/0er Drilling an.

Der Einzelhaken dient für den Halt des Köderfisches am System und der Drilling soll die Zielfische sicher haken. Das rund ein bis zwei Meter lange Vorfach aus ein Millimeter dicker monofiler Schnur sorgt dafür, dass die Köderfische schön hinter dem Schleppblei spielen und bietet zudem Schutz vor den spitzen Zähnen. Ihr könnt den ganzen Köderfisch aber auch an einer Seitenarmmontage über einem Pilker anbieten – das funktioniert ebenfalls super und bringt Seehechte ans Band. Wer möchte, darf sein Vorfach für den Extrareiz zusätzlich noch mit Leuchtschlauch und einem Gummi-Oktopus verzieren.

Filet und Köpfe

Leuchtschlauch und Gummi-Oktopus vorm Makrelenfilet erhöhen die Lockwirkung

Leuchtschlauch und Gummi-Oktopus vorm Makrelenfilet erhöhen die Lockwirkung

Zwischen Fetzenködern am Pilker und ganzen Köderfischen gibt es aber noch einen Mittelweg. Sehr gut fangen auch eine Filetseite oder größere Fetzen. Diese könnt Ihr ebenfalls an einem Seitenarm über dem Pilker präsentieren. Damit die Filets oder Fischfetzen nicht so schnell stibitzt werden, sichere ich sie zusätzlich noch mit einem Kabelbinder am Haken oder Vorfach. Für Filets und Fetzen nehme ich lieber Makrelen als Heringe, da die Mini-Thune deutlich besser am System halten. Alternativ könnt Ihr aber auch mal Fischköpfe am Beifänger anbieten. Ein großer Makrelenkopf wird selten verschmäht. Oder Ihr beködert zwei kleinere Köpfe von Heringen oder nicht allzu großen Makrelen.

 

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