Karpfen (Cyprinus carpio)

Der Karpfen gehörte unter uns Anglern schon immer zu den beliebtesten Zielfischen und ist auch heute noch stark im Trend. Zunächst müssen wir unter vier verschiedenen Arten von Karpfen unterscheiden.

Der Spiegelkarpfen hat vereinzelte Schuppen, teilweise kommen sogenannte „Zeiler“ vor, die auf der oberen Körperhälfte eine dunklere Farbe, als auf der unteren Körperhälfte haben. Der Schuppenkarpfen hat ein geschlossenes Schuppenkleid. Der Wildkarpfen hat ebenfalls ein geschlossenes Schuppenkleid, aber einen mehr in die Länge gezogenen Körper und lange Rückenflosse. Und schließlich gibt es auch noch den Lederkarpfen, der keine Schuppen, dafür eine ledrige Haut und eine dunkle Körperfarbe hat. Alle Karpfenarten unterscheiden sich zwar im Aussehen, sind aber für uns Angler mit den gleichen Ködern und Montagen fangbar.

Erkennungsmerkmale:

Abhängig von der Zuchtform, hoher, stämmiger Körper, dunkelbraune bis goldene Farbe. Teilweise geschlossenes Schuppenkleid, teilweise einzelne Schuppen, teilweise keine Schuppen. Barteln an den Mundwinkeln, großes, vorstülpbares Maul, große abgerundete Schwanzflosse

Länge:

Ø / max. 50 bis 75 Zentimeter / 130 Zentimeter

Gewicht:

Ø / max. 6 bis 18 Kilogramm / 46.1 Kilogramm

Alter:

Ø / max. – / bis zu 50 Jahre

Laichzeit:

Mai bis Juli

Gewässerart:

Fluss, Graben, Kanal, See, Talsperre, Teich

Verbreitung:

Durch Zucht und Besatzmaßnahmen fast überall in Europa

Wie fange ich Karpfen?

Gerät: mittelschwere Grund- oder Posenrute, Grundmontage, Posenmontage, Schwimmbrotmontage,
Köder: Boilies, Mais, Brot, Kartoffeln, Tigernüsse, Maden, Würmer

Die einfachste Methode ist das Schwimmbrotangeln. Ein Haken (Größe 1- 8) wird an die monofile Hauptschnur geknotet und mit einem Stückchen Brot bestückt. Besonders geeignet ist die Brotkruste, da diese besser am Haken hält. Sehr effektiv und spannend ist diese Angelei im Sommer, wenn die Karpfen sich an der Wasseroberfläche sonnen und wir sie gezielt anwerfen können.

Die zweite, ebenfalls sehr einfache Angelart ist das Angeln mit Naturködern wie Würmern, Mais oder Maden an der Grund- oder Posenmontage. Wichtig ist hierbei, in der Nähe zum Grund zu fischen. Heiße Stellen sind überhängende Bäume, Krautlöcher oder Seerosenfelder. Wer etwas mehr Zeit und Geld aufbringen will, um realistische Chancen auf kapitale Fische zu haben, der widmet sich der Angelei mit Boilies. Die Kugeln gibt es in diversen Farben, Größen und Geschmacksrichtungen. Welche Sorten an welchem Gewässer zu welcher Zeit fängig sind, muss jeder für sich selbst herausfinden. Besonders fängige Stellen sind Plateaus, Krautlöcher, überhängende Bäume, Sandbänke und Muschelbänke. Wer konstant gut fangen möchte, der füttert mit Boilies oder Partikeln seine Angelstelle an, um die Fische an die Stelle zu locken und an die Köder zu gewöhnen.

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