Das Fliegenfischen im Winter muss man mögen. Doch wer der Kälte trotzt, wird meist mit einer erlebnisreichen Angelei belohnt. Gerade Äschen lassen es uns heiß ums Herz werden, finden Colin Nehrke und Max Guder und starten auf frostige Fahnen

Max lädt die #4-Ruten auf

Der Wecker klingelt. Es ist noch dunkel draußen. Wir schälen uns müde aus den Betten, schlüpfen in die klammen Watklamotten. Es ist tiefster Winter, der Schnee bedeckt das Land und frostige minus drei Grad zeigt das Thermometer. Andere liegen noch nach dem festlichen Weihnachtsschmaus in ihren Betten und wir gehen fischen. Es ist eine mystische Stimmung als wir am Fluss ankommen. Nebel bedeckt das Tal und die Eiszapfen hängen von den Bäumen. Schnell sind unsere Ruten #4 aufgebaut, die Nymphen angeknotet und die fingerlosen Handschuhe übergezogen. Wir pirschen durch den frischen Schnee zum ersten Gumpen. Bis der Indicator untergeht, vergeht keine halbe Stunde. Als das erste Mal die mächtige Fahne des Fisches die Oberfläche durchbricht, bekommen wir unser breites Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Kurz darauf liegt sie in den Maschen, die erste richtig schöne Äsche unseres winterlichen Trips. Am Ende des ersten Tages sitzen wir bei guter fränkischer Küche in der Herberge und lassen den Tag Revue passieren. Ein herrlicher Angeltag mit ein paar wunderschönen Äschen war das. So kann es bitte weitergehen.

Lohn der Mühe

Wo im Winter fischen?

Von Anfang an: Wir, das sind Colin und Max, hatten uns fest vorgenommen, an den Weihnachtstagen zusammen fischen zu gehen. Beide wollten wir nicht zu weit fahren. Doch wo trifft man sich denn zwischen Bayern und dem Harz? Wir ließen unsere Gedanken schweifen und kamen auf die Idee, einen der kleinen Flüsse aus unserem Sommerurlaub in der fränkischen Schweiz zu befischen. Der Äschenbestand ist gut, das wussten wir, da Colin dort für FLYRUS guidet. Aber im Winter hat es dort noch niemand versucht. Alleine deswegen waren wir heiß auf die Umsetzung unseres Plans. Wir fischten vier Tage gemeinsam auf Äsche und konnten nicht nur eine Menge Fische fangen, sondern auch unseren Erfahrungsschatz mächtig ausbauen. Außerdem genossen wir natürlich eine großartige, wenn auch kalte Zeit am Wasser. Anfangs hatten wir Bedenken aufgrund einer möglicherweise eintretenden Schneeschmelze, doch Petrus war uns wohlgesonnen und wir konnten bei leicht erhöhtem Wasserstand hervorragend fischen.

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Text: Colin Nehrke

Fotos: Colin Nehrke, Max Guder

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