Warum nicht mal beim Maifliegenschlupf mit der passenden Nymphe fischen? Lasst Euch von Christian Kuchelmeister überzeugen und bindet sein Muster für diese spannende Zeit nach! Denn: Trocken kann jeder …

Ephemera danica: bekannt und beliebt

 

Die Maifliegenzeit gilt für die meisten Fliegenfischer als etwas Besonderes. So ist der Schlupf der Ephemera danica ein zeitlich begrenztes Highlight mit einer der größten Eintagsfliegen-Gattung in Europa. Es sind meist nur zwei, maximal drei Wochen, die die Hochphase des Schlupfes bedeuten. In dieser Zeit sichert die Eintagsfliege den Fortbestand der nächsten Generation. Die je nach Gewässertyp oft in großen Massen auftretende Fliege bringt Fische wie Angler gleichermaßen aus dem Häuschen. Jetzt werden auch größere Fische in dieser magischen Zeit unvorsichtiger und holen sich die überproportionalen Eintagsfliegen von der Oberfläche.

Die Nymphe schmeckt den Fischen ebenfalls

Verschiedene Situationen

Die fischereiliche Situation gestaltet sich bei einem großen Schlupf und dem stetigen Fressen an der Oberfläche nicht einfach. Es gibt Situationen, in denen die Fische sehr selektiv sammeln. Welche Kriterien an das Muster gestellt werden, wissen nur Forelle & Co. Mit welcher Fresstaktik sie die Fliegen von der Oberfläche holen, hängt mitunter ganz stark von Struktur und Fließgeschwindigkeit des Gewässers ab und meine Beobachtungen zeigen, dass an tiefen, langsam fließenden Gewässern die Fische während des Schlupfes gar nicht mehr auf den Standplatz am Gewässergrund zurückkehren, sondern in möglichst kurzer Zeit sehr viele Fliegen von der Oberfläche holen.

Schwieriges Fischen

Wiederum gehen andere Fische knapp unter der Wasseroberfläche auf Wanderschaft. Sie gehören schon fast der Gruppe „Unfangbar“ an, und sind sehr schwer an den Haken zu bekommen. Manchmal lässt sich nur erahnen, in welche Richtung sie schwimmen. Die schwierigste Situation ergibt sich, wenn die Anzahl der Fliegen auf der Oberfläche so groß ist, dass die fressenden Fische sich der Menge wegen auf keine bestimmte Fliege mehr konzentrieren müssen und ein Biss auf die angebotene Imitation wird hier zum Glücksfall. Die beste Fangaussichten haben wir auf standortreue Fischen, die auf sie zutreibende Fliegen einschlürfen. Solche Exemplare suchen sich ihren Standplatz meist an nicht zu tiefen, jedoch etwas schneller fließenden Rinnen oder Strömungszusammenläufen. Die Nahrung bündelt sich an diesen Spots und zieht Angler wie Fische an.

Text & Fotos: Christian Kuchelmeister

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