Es gibt viele Köder, die im hohen Norden Fische fangen. Doch jeder Meeresangler hat seine eigenen Favoriten. Timo Keibel und Jesco Peschutter stellen Euch ihre Lieblinge vor, die bei jeder Tour zum Einsatz kommen.

Eine gute Auswahl an fängigen Norwegen-Ködern

 

1. Westin Crazy Daisy

Die Crazy Daisy von Westin begleitet mich seit meiner ersten Tour in den hohen Norden. Damals besorgte ich mir das 400 Gramm schwere und 27 Zentimeter lange Modell in der Farbe Fancy Cola Cacao. Schnell fing ich einige starke Dorsche auf den Köder und gewann Vertrauen. Mit dem wachsenden Angebot, wuchs auch meine kleine Crazy Daisy-Familie. Inzwischen habe ich mehrere Dekore und auch unterschiedliche Größen des Köders auf Touren dabei. Zu meinen Lieblingsmustern zählt die Farbe Rainbow. Das Gummi in 400 Gramm kommt auf einem Jigkopf der Größe 8/0 und einem 3/0er Stinger-Drilling zu Euch. Besonders gut finde ich die beiden mitgelieferten Gummikörper: Ihr könnt zwischen einem Twister und Schaufelschwanz wählen und somit auf Drift oder Angeltiefe reagieren. Neben Großdorsch und -Köhler ist die Crazy Daisy auch ein Topköder zum Heilbuttangeln. Dafür lasst Ihr den Happen zum Grund hinab und kurbelt ihn langsam und monoton bis ins Mittelwasser, wo wir den Köder wieder hinablassen. Inzwischen gibt’s den Westin-Köder in drei Größen 18 (180 Gramm), 23 (300 Gramm) und 27 Zentimetern (400 Gramm) und in neun Dekoren.

2. Sølvkroken Sølvpilk S-Jigger

Ich habe zwei Pilker ohne die ich keine Norwegenreise antrete: Zum einen den Aquantic Serpent Pilk. Zum anderen den Sølvpilk S-Jigger von der norwegischen Traditionsfirma Sølvkroken. Und um letzteren dreht sich dieser Beitrag. Der S-Jigger, wie ich den Pilker kurz und knapp nenne, ist in einer der klassischsten Pilkerformen geformt. Er ist schlank, kompakt und besitzt wellige Außenkanten, die ihm seinen Namen verleihen. So bringt er mit geringen Maßen ein hohes Gewicht mit sich. Der S-Jigger besitzt hervorragend Sinkeigenschaften, kommt schnell auf Tiefe und eignet sich auch zum Pilken in tiefen Regionen. Nicht umsonst zählt er bei norwegischen Berufsfischern zu einem der beliebtesten Pilkern. Mein Lieblingsmodell ist die 250 Gramm schwere Version in der Farbe Rot-Schwarz. Mit diesem bin ich für viele Situationen gewappnet und konnte schon einige kräftige Dorsche und Köhler mit ihm. Den Sølvpilk gibt es aber auch noch in weiteren Gewichten – 125, 400, 500 und 750 Gramm – und drei weiteren Farbkombinationen. In meinem Reise-Tackle sind mindestens drei S-Jigger in unterschiedlichen Gewichten dabei. Die 400- oder 500-Gramm-Version wird oft zweckentfremdet. Dann entferne ich den Drilling und klinke ihn als Gewicht meines Rotbarschvorfachs in den Karabiner. Gerade auf Flugreisen schlägt man so zwei Fliegen mit einer Klappe.

3. Savage Gear Cutbait Herring

Als ich die Angelei mit großen Gummifischen in Norwegen für mich entdeckte, war der Cutbait Herring von Savage Gear der erste XXL-Happen, den ich Richtung Fjordgrund schickte. Lange musste ich damals nicht warten, bis sich die ersten Dorsche für den Köder interessierten. Mittlerweile sind etliche Jahre vergangen, doch der Cutbait Herring kommt immer noch bei jeder Norwegentour zum Einsatz. Sehr gerne fische ich diesen auf Dorsch. Sind kleinere Fische zu erwarten, verziere ich den Köder mit einem stabilen Angstdrilling. Will ich aber gezielt die dicken Dorsche über der Metermarke fangen, lasse ich den zusätzlichen Haken weg. So gibt es zwar Fehlbisse von kleineren Fischen. Aber wenn ein kapitaler Räuber vorbeischwimmt, ist die Rute ganz schnell krumm und der Spaß beginnt. Den Cutbait Herring gibt es in 20 und 25 Zentimetern Länge mit Gewichten von 270 und 460 Gramm. Die kleinere Ausführung setze ich bei wenig Drift und geringeren Tiefen ein. Das größere Modell dementsprechend bei stärkerer Drift und in tieferem Wasser. Neben Dorschen, die auf eine aggressive Köderführung stehen, lieben auch Heilbutte diesen großen Gummifisch. Beim Angeln auf die „Riesenflundern“ reicht es oft aus, den Cutbait in der Strömung zu halten und nur langsam einzuholen. Als Beifang gingen mir große Pollack, Köhler, Leng und Lumb auf den Weichköder. Erhältlich ist der Cutbait Herring sowohl in natürlichen als auch abgedrehten, auffälligen Farben. Was mir besonders gut gefällt, ist die extreme Haltbarkeit. Selbst nach wilden Attacken, Fehlbissen und vielen gelandeten Fischen ist das Heringsimitat immer noch bereit für weitere Fänge… (weitere Ködertipps findet Ihr in der Ausgabe 4 Eurer Rute & Rolle)

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