Wer friert, fischt nicht konzentriert. So ist es auf jeden Fall bei Elmar Elfers. Er setzt auf das sogenannte Zwiebelprinzip. Was dahintersteckt und wie Ihr Euch am besten Schicht für Shicht anzieht, verrät er Euch hier.

Schlupfschals gehören bei Elmar zur Standardausrüstung

 

Oh man, wenn ich so an alte Tage als Jungangler denke, fröstelt es mich jetzt noch. Da war zum Beispiel der „Tag der Meerforelle“. Die früher von RUTE & ROLLE organisierte Veranstaltung fand immer im zeitigen Frühjahr statt. Küstenangeln war angesagt und ich stapfte mit meiner Jeans in der PVC-Wathose, einem T-Shirt, Rollkragenpullover und Parka von meinem Vater los Richtung Wasser – alles natürlich aus Baumwolle. Noch bevor ich überhaupt einen Wurf machen konnte, stand ich nassgeschwitzt und frierend an einem Strand auf Fehmarn. Meine Fehlgriffe in Sachen Kleidung zogen sich weiter durch mein junges Anglerleben. Zum Glück änderte sich dies peu à peu und heute fühle ich mich auf meinen Touren perfekt angezogen.

 

Elmar ist mit verschiedenen Schichten am Wasser

Optimal gekleidet

Sicher haben Sie schon mal den Begriff Zwiebelprinzip gehört. Sie müssen sich jetzt keine der leckeren Knollen in die Unterhose stecken. Es geht um den Aufbau einer Zwiebel. Sie besteht aus mehreren Schichten. Und so sollten Sie sich kleiden. Und gleich vorweg der wohl wichtigste Hinweis: Ich verzichte komplett auf Baumwolle. Ja, das Material hält schön warm, doch die größten Nachteile sind die Speicherung von Nässe und das extrem langsame Trocknen. Sie bewegen sich, fangt an zu schwitzen und stehen kurz darauf klamm und fröstelnd am Wasser. Das macht überhaupt keinen Spaß! Daher trage ich künstliche Materialien oder Merinowolle.

Text: Elmar Elfers

Fotos: Elmar Elfers, Timo Keibel

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