Aale lassen sich in Seen, Kanälen und Flüssen fangen. Jeder Gewässertyp ist unterschiedlich und erfordert eine andere Taktik. Jesco Peschutter weiß, worauf es ankommt.

Wenn jetzt die Nächte wieder wärmer werden und sich die Wassertemperatur erhöht, beginnt für mich die spannendste Zeit im Jahr. Ich packe mein Gerät zusammen, um zum Aalangeln ans Wasser zu fahren. Die Schlängler kommen nun so richtig in Fahrt und bimmelnde Glöckchen oder untergehende Posen sind fast schon garantiert. Der Ansitz auf die länglichen Fische gestaltet sich aber je nach Gewässer unterschiedlich. Geht es an den Kanal oder Fluss, so sieht meine Angelei im Vergleich zum Fischen am See ganz anders aus. Was es bei den genannten Gewässertypen zu beachten gilt, damit Ihr dicke Aale landet, beschreibe ich im Folgenden.

Aal am Kanal

Die künstlichen Wasserstraßen weisen häufig einen verdammt guten Aalbestand auf, weil sie regelmäßig mit Jungaalen besetzt werden. Deshalb mag ich Kanäle so gerne. Bei uns in Schleswig-Holstein trifft man mich immer wieder am NordOstsee-Kanal und Elbe-Lübeck-Kanal. Der NOK, wie wir den Nord-Ostsee-Kanal auch nennen, gehört zu den weltweit meist befahrenen Wasserstraßen und dürfte einzigartig sein. In der Kanalmitte beträgt die Tiefe elf Meter. Das ist ein großer Vorteil, da sich dort auch am helllichten Tage und bei Sonnenschein Aale fangen lassen.

Buhnenfelder, Schleusen oder überhängende Büsche sind Topplätze am Fluss.

In der Nacht befische ich sowohl die Kanalmitte als auch den Kantenfuß und den flachen Uferbereich an der Steinschüttung. Gute Nächte mit drei bis sechs Aalen sind am NOK immer noch möglich, Großaale jedoch eher die Ausnahme. In der Regel sind die Aale bis 65 Zentimeter lang. Der Elbe-LübeckKanal entspricht seiner Bauart wohl eher den anderen in Deutschland anzutreffenden Kanälen. Er ist mit seinen 2,50 Metern bei Weitem nicht so tief und auch die Breite hält sich in Grenzen. Sind Pfahlreihen als Uferbefestigung zu finden, so habt Ihr einen wahren Hotspot ausgemacht, der von den Aalen gerne aufgesucht wird…

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE & ROLLE 07/2020! Darin weitere Tipps für Aale aus Fluss und See. Außerdem: ein Gewitter bringt´s!

Text: Jesco Peschutter
Fotos: Tobias Norff, Jesco Peschutter

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