Die Mecklenburgische Seenplatte ist eines der beliebtesten Angelreviere Deutschlands. Herzstück sind die „Big Four“: Müritz, Plauer, Kölpin- und Fleesensee. Sobald wir wieder reisen dürfen, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall!

Die Müritz

Müritz-Zander sind schwer zu finden. Georg war dank des Guides David Hagemeister erfolgreich.

Mit 117 Quadratkilometern Fläche ist die Müritz der größte deutsche See. Der Bodensee ist zwar noch größer, liegt aber zum Teil in Österreich und der Schweiz. Die riesige Müritz weist eine interessante Tiefenstruktur auf. Während das Westufer weitgehend flach ist, teilt sich das Ostufer in verschiedene Becken, die bis zu 31 Meter tief sind. Zahlreiche Kanten mit ausgedehnten Krautfeldern sorgen für einen großen Fischreichtum. Die Größe bringt allerdings auch ein Problem mit sich: Vom Ufer aus gibt es so gut wie keine Angelstellen. Mit einem Boot seid Ihr viel flexibler und die Chancen auf einen Fang steigen deutlich. Auch wenn es einen guten Bestand an Karpfen und vor allen Dingen Schleien sowie Weißfischen gibt, steht eindeutig der Raubfisch im Fokus der Angler…

 

Der Plauer See

Treffer! Christian Siegler schleppte den Hecht im Plauer See ab.

Der Plauer See ist der zweitgrößte See, hat mit etwas über 38 Quadratkilometern aber nur rund ein Drittel der Fläche der Müritz. Auch hier stehen Hechte und Barsche im Mittelpunkt. Allerdings ist es nicht leicht, die Fische in der Wassermasse zu fi nden. Das alte Sprichwort, dass 90 Prozent der Fische sich auf nur zehn Prozent des Wassers aufhalten, stimmt auch hier. Das Uferangeln an den wenigen Plätzen ist höchstens im Frühjahr Erfolg versprechend. Wesentlich effektiver ist die Angelei vom Boot. Die Kanten sowie die Unterwasserberge sind die erste Anlaufstelle. Verankert Euer Boot so, dass Ihr vom Tiefen aufs Flache werft. So beangelt Ihr unterschiedliche Tiefenbereiche und könnt auch quer zur Kante werfen. Von Apri bis Mitte Juni sind für Hechte die Krautbänke zwischen zwei und fünf Metern besonders heiß…

 

Der Kölpinsee

Auch Raubfischprofi Dietmar Isaiasch angelt regelmäßig auf dem Kölpin

Würde ein Fischereibiologe das ideale Hechtgewässer entwerfen, käme es dem Kölpinsee wahrscheinlich ziemlich nahe. Riesige Krautfelder in Tiefen zwischen einem und fünf Metern bieten unendlich viele Einstände und Laichplätze. Und das beste: Das Kraut steht das ganze Jahr über! Tiefe Rinnen und Kanten sorgen für ausreichend Ausweichmöglichkeiten und riesige Plötzen- und Brassenschwärme für ausreichend Futter. Nicht umsonst galt der über 20 Quadratkilometer große und mit einer Durchschnittstiefe von 3,5 Metern recht flache Kölpinsee lange Zeit als Hecht-Garant. Auch heute ist der Bestand noch exzellent. Allerdings haben die Räuber aufgrund des starken Angeldrucks dazugelernt. „Die Vorlieben wechseln von Jahr zu Jahr“, sagt David Hagemeister, der als hauptberuflicher Angel-Guide weiß, wovon er spricht…

Den kompletten Artikel lest Ihr in der aktuellen RUTE&ROLLE 05/2020!
Darin haben wir ausführliche Infos für die Angelei am Kölpinsee, Müritz, Plauer See und Fleesensee.

Text: Georg Baumann
Fotos: Baumann, Siegler, Drühl, Hagemeister

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