Die Mole des niederländischen Seebads Scheveningen ist ein beliebter Angelplatz. Im Herbst und Winter und bei ablaufendem Wasser trifft man hier Daan Erberveld, der dann auf Klieschen fischt.

Da beißt ordentlich was

Die beiden großen Molen der Hafeneinfahrt in Scheveningen reichen weit in die Nordsee und bieten viel Platz. Von dort aus sind das tiefe Wasser der Fahrrinne und andere strömungsreiche Stellen in Wurfweite. Zahlreiche Angler suchen an den gut zu erreichenden Stellen ihr Glück. An diesem kühlen Morgen herrscht allerdings noch wenig Betrieb. Ganz am Ende des Molenkopfes sehen wir einen Angler und ein paar Ruten. Es ist Daan, der uns heute seine Angelei auf Kliesche in der kalten Jahreszeit zeigt.

Auf der Hafenmole

Von Oktober bis April sind die Spitzen der künstlichen Bauwerke echte Hotspots. Daher fischt Ihr an diesem Platz selten alleine. Wer eine Chance auf einen guten Platz haben möchte, sollte rechtzeitig am Wasser sein. Meist lohnen sich die Mühen. Von den Topplätzen erreicht Ihr schnell tiefe Bereiche. Und genau dort müssen die Würmer hin, denn an diesen Stellen halten sich unsere Zielfische auf – Klieschen. Anders als Flundern meiden die fast durchsichtigen Platten die flache Brandung. Daher ist eine Mole, Seebrücke oder Hafeneinfahrt ein idealer Ausgangspunkt für einen erfolgreichen Angeltag auf Klieschen. Daan hat seine Ruten an einem Platz aufgestellt, wo er zum Einholen gut auf die großen Betonblöcke steigen kann.

Ausrüstung zum Durchziehen

Daans Devise beim Molenangeln heißt: weit werfen! Um gute Distanzen zu erzielen, setzt der Niederländer auf kräftiges Material. Brandungsruten in Längen von vier bis fünf Metern mit einem Wurfgewicht von 150 bis 200 Gramm sind für ihn ein Muss. Passend dazu schraubt er große, kräftige Brandungsrollen mit ausreichend 0,30er monofiler Schnur an die Latten. „Von geflochtenen Schnüren halte ich bei dieser Angelei nichts. Die sind nicht dehnbar genug. Man hat zwar eine tolle Bisserkennung, aber bei zu vielen aktiven, kleinen Fischen bekommt man jeden noch so zaghaften Zupfer mit und verpasst so die richtigen Bisse. Außerdem benötige ich die Dehnung, um den Wellenschlag abzupuffern“, erklärt Daan. Der Hauptschnur schaltet der Meeresexperte eine rund zehn Meter lange Schlagschnur in einem Durchmesser von 0,50 oder 0,60 Millimetern vor. Diese dient als Stoßdämpfer im Wurf und besitzt einfach einen höheren Abriebschutz. „Gemessen an der Fischgröße ist das Material natürlich viel zu schwer, aber die rauen Bedingungen erfordern robustes Material. Es wäre ärgerlich, einen Fisch und das Vorfach durch Schnurbruch zu verlieren“, sagt Daan…

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Text: Ed Stoop
Fotos: Frank van der Burg

 

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