Lockfutter, Drahtkörbe und Feeder-Ruten – so fängt Bente Morsch im Spätherbst und Winter Flundern im Binnengewässer. Der Niederländer verrät Euch, worauf es bei der Angelei ankommt!

Flundern begegnen uns in der Regel beim Boots- oder Brandungsangeln an der Küste. Ein saftiger Wattwurm an einem Paternoster wird mit schweren, langen Ruten ins Meer befördert und wartet dort auf die Flachmänner. Dass es auch anders geht, zeigt der Niederländer Bente Morsch. Bei ihm kommen Feeder- oder Winkelpickerruten und klassische Futterkorbmontagen zum Einsatz. So angelt er an den brackigen Kanälen, die sich durch die Niederlande ziehen. An so einem treffe ich mich mit Bente, um die Art seiner Angelei genauer kennenzulernen. An diesem Tag sitzt er am Ufer des Nordseekanals auf einem Betonsteg unweit der Mittelschleuse (Middensluis) in IJmuiden.

Süss oder salzig

Bente sitzt auf seiner Angelkiste. Vor ihm liegen zwei Pickerruten horizontal auf einem Rod Pod. Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich schwören, dass er hier auf Rotaugen und Brassen angelt. Auch die Montage – mit einem Futterkorb und Vorfach mit einem nicht zu großen Haken – erinnert eher ans klassische Feedern auf Friedfische. Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied: An den Haken kommen keine Maden oder Rotwürmer. „Watt- und Seeringelwürmer sind meine erste Wahl. Wir angeln ja auf Flunder. Wobei auch Dendrobenas fangen“, sagt Bente, als er den Köder mit einer dünnen Ködernadel auf den langschenkligen Haken der Größe 8 zieht. Generell eignen sich alle gängigen Winkelpicker- und Feeder-Ruten für diese Angelei. Besondere Anforderungen muss die Rute nicht erfüllen.

Ein Speed-Futterkorb sinkt schneller als andere Modelle

Erreicht man direkt am Ufer große Tiefen, greift Bente zu drei Meter langen Modellen. Mit diesen lassen sich Futterkörbe in Gewichten von 20 bis 30 Gramm gut werfen. In Kombination mit klassischen Stationärrollen in den Größen 3000 bis 4000, bespult mit einer 0,20 bis 0,22 Millimeter starken Monofilen, ist man gut aufgestellt. Lauern Hindernisse im Uferbereich oder werden weitere Würfe notwendig, sind mittelschwere oder Heavy Feeder-Ruten erste Wahl. Eine passende Rolle mit Gefl echt rundet das Set-up ab…

Den kompletten Artikel lest Ihr in Eurer Printausgabe: RUTE&ROLLE 11/2019!
Text: Ed Stoop
Fotos: Sander Boer

 

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