Seit vielen Jahren dominiert eine Köderart die Forellenbox unseres Autors Christian Siegler: der Wobbler. Hier verrät er, warum.

„Es kann nur einen geben!“ So titelt nicht nur der Film „Highlander“, sondern der Meinung bin ich auch, wenn es um Forellenköder für den Bach geht. Unschlagbar hält sich der Wobbler bei mir auf Platz 1 der Favoritenliste. Aber Wobbler ist nicht gleich Wobbler. Sink- und Laufverhalten, Tauchschaufel- oder Körperformen und Dekore sind so unterschiedlich, dass man kaum von DEM Wobbler sprechen kann. Auf den folgenden Seiten stelle ich Euch einige Top-Forellenwobbler vor und beschreibe, wann und wie sie eingesetzt werden.

Warum Wobbler?

Oft stellen mir Angelkollegen, Leser oder auch ANGLERBOARD-User die Frage, warum ich nicht öfter mit Spinnern oder kleinen Spoons oder Blinkern auf Forellen fische. Schließlich fangen diese Köder ja schon seit Jahrzehnten Fische! Soweit richtig, aber Wobbler sind einfach viel flexibler einsetzbar. Spinner und Blinker sinken immer. Meine Plastikfischchen gibt es in allen erdenklichen Sinkverhalten von schwimmend über schwebend, langsam bis schnell sinkend und alles dazwischen. Außerdem kann ich die Tauchtiefe wunderbar beeinflussen. Gegen die Strömung gefischt, drückt es Spinner und Blinker schnell an die Oberfläche. Ein Wobbler mit langer Tauchschaufel kommt in so einer Situation richtig auf Tiefe. Das ist oft von Vorteil.
Weiterhin braucht die Metallfraktion erst einige Kurbelumdrehungen, um das verführerische Köderspiel zu zeigen. Ein tief laufender Wobbler arbeitet durch den hohen Wasserdruck, der auf die Tauchschaufel wirkt, recht zügig. Und letztlich sprechen die Fangerfolge für den Plastikfisch. Schaue ich in meine Fangbücher, ist diese Köderart meilenweit überlegen!

Schlank und schnell

Aber wie bereits eingangs erwähnt, gibt es nicht den einen Wobbler, sondern viele unterschiedliche Unterarten mit speziellen Eigenschaften. Die stromlinienförmigen Twitchbaits zum Beispiel sind echte Forellenmagneten und meine Favoriten, wenn es an den Bach geht. Wichtigster Schlüsselreiz dieser Köder ist das zackige, aufgeregte Laufverhalten, das durch kurze, knackige Schläge über die Rutenspitze entsteht. Am besten funktioniert bei mir eine hochfrequente Köderführung mit schnellen Schlägen. Oft liest man beim Twitchen von der magischen Pause, in der die Raubfische die Köder attackieren. Bei Forellen habe ich aber keine guten Erfahrungen mit diesen Spinnstopps gemacht und führe die Köder konsequent und schnell. Zu oft beobachtete ich im klaren Wasser, dass die Verfolger mit der Fettflosse bei einem Köderstopp das Interesse verloren haben und abdrehten. Viel wichtiger als die Pause ist es, den Twitchbait aufmerksam bis vor die Füße zu führen. Oft kommt der Biss auf den letzten Zentimetern!

Die große Farbvielfalt der Rapala-Wobbler ist einfach grandios! Bei trübem Wasser punkten die Schocker

 

Den kompletten Artikel lest Ihr in Eurer Printausgabe: RUTE&ROLLE 10/2019!
Darin stellt Christian Siegler Euch sein Wobbler-Tackle vor und erklärt, warum er mit Drillingen auf Forellen fischt.
Text: Christian Siegler
Fotos: Christian Siegler

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