Im tiefen Süden Duisburgs versteckt sich eine für Fried- und Raubfischangler gleichermaßen interessante Sechs-Seen-Platte. Unser Ruhrpottautor stellt Euch eines seiner Lieblingsreviere vor.

Wer zum ersten Mal an der 150 Hektar großen Seen-Platte steht, weiß vor lauter Wasser nicht, wo er mit dem Angeln beginnen soll. Um sich an den Ufern nicht lange vor die Qual der Wahl zu stellen, greift Ihr am besten zur Spinnrute und begebt Euch auf Tour. So lernt Ihr die Strukturen schnell kennen. Das Spektrum reicht von Sandbänken mit gutem Hechtbestand über Ufer mit versunkenen Bäumen bis zu Kiesstränden, an denen es förmlich nach Barschen riecht. Wer ein kleines Spinner-Set in der Tasche hat, wird recht bald feststellen, dass in der Sechs-Seen-Platte nicht nur jede Menge Stachelritter, sondern auch gute Hechte schwimmen. Für die fußfaulen Spinnfischer unter Euch empfehle ich die Duisburger Seen aber nur bedingt.  Wegen der recht dichten und bis ans Wasser reichenden Vegetation müssen – besonders am Wambach- und am Wolfsee – zwischen zwei Angelplätzen teils weite Wege zurückgelegt werden. Wer sich auf den Drahtesel schwingt, kommt auf den gut ausgebauten Rad- und Wanderwegen bedeutend schneller von einer Angelstelle zur andern.

Unbehelligte Zander

Die Nichte des Autors präsentiert den Brotfisch der Spinnangler. Petri zum Barsch!

Was für Barsche und Hechte gilt, trifft auf Zander leider nicht zu. Tagsüber werden in der Sechs-Seen-Platte so wenige Glasaugen gefangen, dass viele Angler glauben, es gäbe gar keine. Tatsächlich handelt es sich bei den Duisburger Zandern um Nachtgespenster, die sowohl Naturals auch Spinnködern erst nach Sonnenuntergang Beachtung schenken. Obgleich nächtliche Bisse auf Wobbler nicht ausgeschlossen sind, beißen sie in allen Seen besser auf Naturköder und können – überall wo man Sand- und Kiesbänke vorfindet – auch in Ufernähe mit Fetzen und kleinen Köderfischen an Grundmontagen befischt werden. Beim Grundangeln solltet Ihr leichte Bleie und feine Schnüre wählen, denn die Fische sind groben Montagen gegenüber sehr misstrauisch. Sehr gute Zanderplätze findet Ihr am Böllertsee in Höhe des Abenteuerspielplatzes und am Wolfssee im Bereich der Bucht unterhalb des Aussichtsturms sowie entlang des langen Sandstrandes. Eine prall gefüllte Rolle, von der die Schnur bei geöffnetem Bügel butterweich abläuft, ist ein unerlässlicher Bestandteil der Ausrüstung,will man sich nicht über häufige Fehlbisse ärgern.

Feiste Karpfen

Ansitzangler stellen nach Einbruch der Dunkelheit fest, dass nicht nur Zander, sondern auch Karpfen aktiv werden. An Spieglern und Schuppis herrscht in keinem der Seen Mangel. In jeder Saison werden zahlreiche Großkarpfen jenseits der 15-Kilo-Marke gefangen. Zwar werdet Ihr auch tagsüber Bisse kriegen, doch gehen die weitaus meisten Fische nachts an den Haken…

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE&ROLLE 09/2019! In diesem haben wir auch viele nützliche Infos zur Sechs-Seen-Platte zusammengefasst.
Text & Fotos: Markus Bötefür

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