Alex Drapers schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Im Sommer fischt er am liebsten auf Rapfen. Die Beißflauten überbrückt er mit Zanderangeln.

Eine WhatsApp-Nachricht von Alex: „Die Straßen sind sehr voll, komme etwas später“. Er ist direkt von der Arbeit aus los, um an der IJssel einen Sommerabend lang zu angeln. „Dann fangen wir eben einen Zander weniger“, lautet eine weitere Antwort, die von einem Zwinker-Smiley begleitet wird. In der Abenddämmerung legen unsere Zielfische – Rapfen und Zander – erst richtig los.

Zwei Fischarten

„In erster Linie komme ich für die Rapfen“, sagt Alex, als er endlich angekommen ist. „Die knallharten Bisse und der explosive erste Run sind so genial.“ Aber für nur eine Angelstunde in der Dämmerung ist ihm die weite Anfahrt doch zu heftig. „Es muss natürlich Spaß machen und die Mühe wert sein.“ Und da kommt der Zander ins Spiel. Die Zeit bis zum erhofften Rapfen-Spektakel überbrückt Alex mit Zanderangeln.

Köder wechsle dich

Als wir nach einem kurzen Fußweg am ersten Buhnenfeld angekommen sind, klinkt Alex zuerst einen Wobbler in den Karabiner. „Mal gucken, ob sich nicht schnell ein Rapfen verführen lässt.“ Mehrere Würfe bringen keinen Erfolg, daher versucht er es eine Etage tiefer. Ein Gummifisch mit zehn Gramm Jigkopf soll Zander überlisten. „Das scheint für den Fluss zunächst etwas leicht zu sein, aber ich warte lieber etwas länger, bis der Köder den Grund erreicht, als schwerer zu angeln. So verlängere ich die Absinkphase“, sagt Alex.

Hart am Grund

Kleine Schläge der Rutenspitze deuten auf steinigen Grund hin. Zander-Alarm! Zwar ist die Hängergefahr erhöht, aber man sollte diese Stellen gründlich ausfischen. Es gilt, hart am Boden zu angeln und guten Kontakt zum Köder zu halten. Das Vorfach sollten wir regelmäßig auf Schwachstellen kontrollieren. „Die Schnur ist durch die Angelei am Grund manchmal etwas angeraut und das kann zum Schnurbruch führen“, sagt der Experte.

Von Buhne zu Buhne

Als wir nach einer Viertelstunde noch keinen Biss haben, geht’s weiter zur nächsten Buhne. „Meter machen, heißt die Devise. Besonders, weil die Angelzeit in den Abendstunden relativ kurz ist.“ An der neuen Stelle erhält wieder ein Wobbler den Vorzug vor dem Gummifisch – ohne das erhoffte Resultat. Auch den Köder beachten die Fische nicht. Was immer Alex in den Wirbel hängt, es gibt nicht einmal einen Anfasser. Doch Alex verliert seine gute Laune nicht. Er ist weiterhin sehr optimistisch.

Rapfen haben Power. Diese Kampfkraft begeistert Alex

 

Niedrig Wasser

Ein paar Buhnen weiter ist es dann tatsächlich endlich soweit. Der erste Rapfen hat sich den Wobbler geschnappt. Kurz darauf spürt Alex zudem ein „Tock“ in der Rute und landet der ersten Zander, Rapfen haben Power. Diese Kampfkraft begeistert Alex der sich einen Gummifisch packte. „Keine Monster, aber wir haben uns quasi zweimal entschneidert”, freut er sich. Beide Fische kamen an der Strömungskante. „Das hat vermutlich mit dem Wasserstand zu tun. An den angetrockneten Steinen unten an der Buhne sieht man, dass der Pegel ziemlich niedrig ist. Dadurch fehlt die Kehrströmung, die gegen den Buhnenkopf drückt. Die Strömungskante befindet sich auch weiter vom Ufer entfernt als gewöhnlich. Keine einfachen Bedingungen: Man weiß vorher nie, was einen am Fluss erwartet.“, erklärt Alex…

Den kompletten Artikel lest Ihr in Eurer RUTE&ROLLE 08/2019!
Text: Joran Bal
Fotos: Sander Boer

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