Wenig Aufwand, viel Fisch – das ist es, was Tobias Norff am Feedern reizt. Kurz mal am Nachmittag ein paar Fische fangen und Spaß haben. Wäre das auch was für Dich? Dann findest Du hier die Basics zum Feeder-Fischen.

Feedern ist für mich die reinste Entspannung im Gegensatz zu meiner sonst eher aufwendigen Raubfisch- und Karpfenangelei. Vielversprechende Gewässer liegen nicht hundert Kilometer entfernt, da es Weißfische schließlich in jeder Pfütze gibt. Ich brauche weder Boot noch Echolot und da ich nicht am Wasser schlafen möchte, bleiben Zelt und Liege ebenfalls im Keller. Die nötige Vorbereitung für einen halben Tag Feedern ist minimal: Eine Tüte Grundfutter habe ich immer zu Hause. Maden bekomme ich im Angelladen um die Ecke. Zur Not tut es auch die Dose Gemüsemais aus dem Vorratsschrank. Beim Feedern bin ich mir fast sicher, Fische zu fangen. Klar, es sind mal mehr, mal weniger. Aber langweilige Stunden ohne Bisse bleiben eher die Ausnahme – zumindest, wenn man ein paar Basics beherrscht.

Kleines Gepäck beim Feedern 

Wie erwähnt ist Feedern für mich reine Spaßangelei. Weder will ich eine bestimmte Anzahl an Kilos fangen, noch möchte ich an Wettbewerben teilnehmen. Entsprechend fällt meine Ausrüstung im Vergleich zu den Feeder-Profis deutlich schmaler aus. Eine Rute mit Rolle, Kescher, Rutenhalter, Futtereimer, Sitzgelegenheit und eine Box mit Zubehör – mehr brauche ich nicht! Meine Feeder-Rute misst 3,60 Meter und besitzt ein Wurfgewicht bis 60 Gramm. Damit lässt sich in leichter Strömung und im Stillwasser prima fischen. Dazu passt eine Stationärrolle der Größe 3000 oder 4000. Als Hauptschnur setze ich dünnes Geflecht mit 0,10 oder 0,12 Millimetern Durchmesser ein.

Rotaugen kommen in vielen Seen vor und sind eine beliebte
Beute beim Feedern

Dehnungsarme Geflochtene überträgt Bisse viel direkter auf die Spitze. Als Puffer und Abriebschutz schalte ich eine monofile Schlagschnur in etwa doppelter Rutenlänge vor – meist eine 0,22er oder 0,25er. Wer den kleinen Mehraufwand mit der Schlagschnur scheut, kann auf geringe Wurfentfernung auch durchgehend eine monofile Hauptschnur mit 0,18 bis 0,20 Millimetern Durchmesser nehmen. Die etwas schlechtere Bissübertragung fällt dabei nicht so sehr ins Gewicht. Kescher und Sitzgelegenheit hast Du vermutlich eh schon. Als Spezialzubehör fehlt nur noch ein Rutenhalter. Hier lohnt es sich, eine Auflage extra fürs Feedern anzuschaffen. Die länglichen Rutenhalter sind so geformt, dass Du die Rute beim Anhieb direkt zur Seite ziehen kannst. Das ist wichtig! Denn wenn Du beim Biss erst die Rute aus einer V-Ablage heben musst, um den seitlichen Anhieb zu setzen, wirst Du viele Bisse nicht verwandeln…

Mehr Tipps zum Feedern erfahrt Ihr in der neuen RUTE&ROLLE 05/2019!
Darin Infos zur Schlaufenmontage, dem Angelplatz und Haken, Körbchen & Co.

Text & Fotos: Tobias Norff

 

 

 

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