Auf diese Frage geht unser Autor Dieter Schröder im Bezug auf die Schnurlänge beim Stippen ein. Zu welchem Ergebnis er kommt, verrät er Euch hier.

Autor Dieter Schröder                       Fotos Dieter Schröder

Es ist schon eine ganz besondere Angelei! Die Verwendung von unberingten Ruten erfordert Grundkenntnisse der Technik und ist echt anspruchsvoll, wollen wir konstant erfolgreich sein. Beim Angeln mit der Stipprute gibt es zwei Möglichkeiten: Die eine ist das Fischen mit der langen Schnur, die andere Variante ist der Einsatz der sogenannten verkürzten Schnur, wobei hierbei die Schnurlänge deutlich unter der Rutenlänge liegt. Je nach Methode benötigen wir entsprechende Ruten.

Angeln mit der kurzen Schnur ist sehr präzise

Angeln mit der kurzen Schnur ist sehr präzise

Passende Ruten

Für die Angelei mit der langen Leine kommen häufig Teleskopruten zum Einsatz. Es gibt dafür aber auch Steckruten. Sie stammen aus England und werden dort Whip, übersetzt Peitsche, genannt. Der Vorteil dieser Ruten liegt darin, dass wir nicht, wie bei den Teleruten, für jede Länge eine extra Rute benötigen, sondern wir können längenmäßig variieren. So lässt sich die Acht-Meter-Ausführung zwischen drei und acht Metern mit langer Schnur einsetzen. Beim Angeln mit der verkürzten Schnur kommen die Poles zum Einsatz. Es sind ebenfalls Steckruten, welche in Längen bis zu 16 Metern angeboten werden. Im Gegensatz zu den Tele- und Whip-Modellen wird beim Angeln mit den Poles der Köder nicht mit Schwung ausgeworfen, er wird bei dieser Methode zum Angelplatz geschoben. Die Länge der kurzen Schnur sollte so gewählt werden, dass zwischen der Rutenspitze und der Pose maximal 50 Zentimeter liegen.

Lange Schnur, schnelle Bisse

Drill an der langen Schnur

Drill an der langen Schnur

Aber wann genau lohnt sich welche Schnurlänge? Die lange Schnur ist beim Angeln in stehenden Gewässern und nur leicht strömenden Kanälen auf mittelgroße Weißfische immer eine gute Wahl. Mit der kurzen Schnur können wir an allen Gewässertypen angeln. Schauen wir auf die Preise, so stellen wir schnell fest, dass die Teleruten deutlich preiswerter sind als die Poles. Also ein Vorteil für die lange Schnur. Zudem sind diese Ruten, die Whips natürlich auch, deutlich leichter als eine Polerute. Auch im Handteil sind diese dünner. Wen kleinere oder mittelgroße Flossenträger zügig beißen, sind wir mit der langen Schnur deutlich schneller und können mehr Fische in kurzer Zeit fangen.

Kurz und präzise stippen

Ein stattlicher Karpfen machte an der unberingten Rute ordentlich Dampf

Ein stattlicher Karpfen machte an der unberingten Rute ordentlich Dampf

Insgesamt gesehen bringt aber das Angeln mit der kurzen Schnur wesentlich mehr und auch entscheidende Vorteile. Ein sehr wichtiger liegt darin, dass wir punktgenau unter der Rutenspitze angeln. Hier können wir mit einem Pole Cup auch genau auf den Punkt füttern. Selbst pure Partikel, wie etwa Hanf oder Mais, liegen nicht, wie beim Füttern per Schleuder, welche bei der langen Schnur genutzt werden muss, weit verstreut um den Angelplatz. An windigen Tagen ist es mit der langen Schnur schwierig, den Köder am Futterplatz zu halten. Allzu schnell treibt er dann davon weg. Kein Problem beim verkürzten Angeln! Benötige ich bei der langen Schnur, je nach Rutenlänge, entsprechend schwere Posen, so kann ich selbst bei einer Rutenlänge von 13 Metern bei kurzer Schnur Posen mit einer Tragkraft von 0,2 Gramm einsetzen.

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