Euch steht im kommenden Sommer der Sinn nach Lachsangeln? Dann rät Euch Rasmus Ovesen zum Hitchen. Lachsguru Arni Baldursson über die spannende Oberflächenfischerei! Macht Euch bereit für heftige Action beim Hitchen!

Vertrauen ins Hitchen bringt Lachs!

Ungefähr in den 1980er Jahren wurde das Hitchen auf Island populär. Genauso das Fischen von Tubenfliegen. Einheimische kamen auf die Idee, ein Loch seitlich in die Tube zu stechen, um sie dadurch aufzufädeln. So lief sie verführerisch an der Oberfläche. Der Einsatz von kleinen Drillingen verbesserte zudem die Hak- und Landequote. Hitchen unterscheidet sich grundlegend vom traditionellen Lachsfliegenfischen, und es überrascht nicht, dass es trotzdem noch viele Skeptiker gibt. Einer der berühmtesten Experten und Verfechter ist Arni Baldursson, der bisher mehr als 15.000 Lachse fing. Er landet auf der ganzen Welt Lachse: in Schottland, Island, Norwegen, Russland und Kanada – und das fast immer mit einer Hitch-Fliege.

Ein kleines Loch mit großer Wirkung

Rückblickend gibt es viele Tage am Wasser, an denen das besondere Muster noch Lachse brachte, wenn andere versagten. Zum Beispiel diese Geschichte: Arni erhielt einen Anruf eines Freundes, der in Norwegen auf Lachs angelte. Vier Tage lang blieben seine konventionellen Lachsfliegen in der Strömung unbeachtet. Arni, der den Fluss kannte, riet dem Freund, es nur noch mit einer fünf bis sechs Zentimeter langen Hitch-Tuben-Fliege zu versuchen. Er fing in den letzten drei Tagen 13 Lachse. Darunter ein 34- und 37-Pfünder!

Erklärungsversuche

Warum die Methode so effektiv ist, kann an mehreren individuellen Faktoren liegen. Arni Baldursson und andere Angler spekulieren, dass die Lachse sich an ihre ersten Jahre erinnern, in denen sie Insekten von der Oberfläche schlürften. Lachssmolts sind die wohl oberflächenorientiertesten aller Salmonidenbrutarten. Und sie haben eine besondere Vorliebe für Köcherfliegen, die ja bekanntlich v-förmige Wellen an der Wasseroberfläche hinterlassen. Tatsächlich orientieren sich einige Lachse, vor allem im hohen Norden Norwegens, bewusst an der Oberfläche und ernähren sich während ihres gesamten Sommeraufenthalts in den Flüssen von Wasser- und Landinsekten.Arni vermutet ebenfalls: Die Lachse sind verspielt und neugierig und werden so durch die Bewegung der Fliege nach oben gelockt.

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Text und Fotos: Rasmus Ovesen

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