Wir beschäftigen uns mit dem Thema, welcher Bootsführerschein für das Fischen vom Boot aus benötigt wird. Für Binnengewässer ist der Sportbootführerschein für Binnengewässer (SBF-Binnen) erforderlich, wenn das Boot einen Verbrennungsmotor mit mehr als 15 PS oder einen Elektromotor mit mehr als 10,2 PS hat. Für Küstengewässer ist der Sportbootführerschein-See (SBF-See) vorgeschrieben. Dazu erläutern wir die Unterschiede zwischen den beiden Führerscheinen und geben Empfehlungen für Hobby-Fischer ohne Bootsführerschein.

Welchen Führerschein benötigt man? (Bild@pixabay)

Bootsführerschein für Binnengewässer

Der Sportbootführerschein ist für Binnengewässer (SBF-Binnen) vorgeschrieben, wenn das Boot einen Verbrennungsmotor mit mehr als 15 PS oder einen Elektromotor mit mehr als 10,2 PS (7,5 kW) hat. Boote mit einem Motor von unter 15 PS können jedoch ohne Bootsführerschein gefahren werden.

Um den SBF-Binnen zu erwerben, muss man eine Prüfung ablegen, die aus einem Theorieteil mit Multiple-Choice-Fragen und einem Praxisteil besteht. Im Praxisteil muss man Seemannsknoten knüpfen und Manöver mit dem Boot fahren. Mit dem SBF-Binnen ist man dann berechtigt, Boote mit mehr als 15 PS oder Elektromotoren mit mehr als 10,2 PS auf Binnengewässern zu führen.

Bootsführerschein für Küstengewässer

Auf Küstengewässern gelten ähnliche Regelungen wie auf Binnengewässern. Ein Bootsführerschein ist erforderlich, wenn das Boot einen Verbrennungsmotor mit mehr als 15 PS oder einen Elektromotor mit mehr als 10,2 PS (7,5 kW) hat. Der spezifische Führerschein, der für Küstengewässer erforderlich ist, heißt Sportbootführerschein-See (SBF-See).

Die Prüfung zum SBF-See ist im Vergleich zur SBF-Binnen-Prüfung etwas aufwändiger. Sie umfasst sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Teil, in dem der Prüfling Knoten knüpfen und Manöver mit dem Boot fahren muss. Zusätzlich müssen auch Multiple-Choice-Fragen beantwortet werden. Darüber hinaus müssen Navigationsaufgaben auf der Seekarte gelöst werden. Es ist also wichtig, sich auf diese Prüfung gründlich vorzubereiten, um den SBF-See erfolgreich zu bestehen.

Unterschiede zwischen SBF-Binnen und SBF-See

Beim Vergleich zwischen dem Sportbootführerschein-Binnen (SBF-Binnen) und dem Sportbootführerschein-See (SBF-See) lassen sich einige Unterschiede feststellen. Während für beide Führerscheine ein Verbrennungsmotor mit mehr als 15 PS oder ein Elektromotor mit mehr als 10,2 PS (7,5 kW) vorausgesetzt wird, müssen SBF-See-Kandidaten zusätzlich Navigationsaufgaben auf der Seekarte lösen. Der SBF-Binnen beschränkt sich auf die Anforderungen des Binnenschifffahrtsbereichs. Die Anforderungen an Knoten und Manöver sind für beide Prüfungen gleich, da sie unabhängig von der Art des Gewässers benötigt werden.

Empfehlungen für Hobby-Fischer ohne Bootsführerschein

Für Angler und Sportfischer, die ohne Bootsführerschein auf dem Wasser unterwegs sind, kann ein Bootsführerschein viele Vorteile bieten. Es ist zwar legal, dennoch kann ein solcher Schein dazu beitragen, dass man sich sicherer fühlt und das Boot besser beherrscht. Zudem können Sie ebenso in verschiedenen Gewässern fahren, die mit einem Boot ohne Bootsführerschein nicht erlaubt wären.

Zudem sind die Sicherheitsaspekte beim Fahren von Booten nicht zu unterschätzen. Ein Bootsführerschein kann dabei helfen, Risiken zu minimieren und das eigene Wissen und Können auf dem Wasser zu erweitern. Auch wenn Boote unter 15 PS in der Regel ohne Bootsführerschein geführt werden dürfen, ist es dennoch ratsam, sich mit den Regeln auf dem Wasser vertraut zu machen und im Zweifelsfall einen Bootsführerschein zu erwerben.

Prüfungsgebühren für den Bootsführerschein

Die Prüfungsgebühren für den Bootsführerschein sind abhängig von der Art der Prüfung. Für den Sportbootführerschein (SBF) See und/oder Binnen bewegen sich die Prüfungsgebühren zwischen 100€ und 200€, je nach Prüfungskombination. Für die Befähigungsnachweise SKS/SSS/SHS belaufen sich die Prüfungsgebühren auf ca. 200€ bis 300€. Der Deutsche Motoryachtverband (DMYV) hat einen praktischen Prüfungsrechner bereitgestellt, mit dem Sie die Prüfungsgebühren einfach berechnen können. Einige Bootsschulen bieten Komplettpakete inklusive Prüfungsgebühren an und übernehmen sogar die Anmeldung als kostenlosen Service für Sie.

Ausbildungsgebühren für den Bootsführerschein

Bei der Ausbildung zum Bootsführerschein gibt es in der Regel zwei Optionen, die den Preis für die Ausbildung beeinflussen. Die meisten Menschen nutzen die klassische Bootsführerscheinausbildung, bei der eine verlässliche Sportbootschule als Partner fungiert. Hierbei werden Sie in Theorie- und Praxiskursen auf die Prüfung und die Bootspraxis vorbereitet. Achten Sie darauf, dass Ihnen auch außerhalb der Kurszeiten Hilfe beim Lernen zur Verfügung steht. Die Kosten für Theorie- und Praxiskurse belaufen sich dabei auf ca. 350€.

Alternativ gibt es die Selbstlernoption, bei der die Ausbildung rein über eine App oder einen Onlinekurs läuft. Dabei bringen Sie sich die Theorie komplett selbst bei. Sie müssen nirgendwohin, haben aber in der Regel einen hohen Lernaufwand. Insbesondere Menschen, die lange nicht gelernt haben, ist diese Option nicht zu empfehlen. Die Kosten für den bloßen Zugang (ohne Kurse) belaufen sich auf 30-40€. Die Praxisausbildung in Höhe von ca. 120€ kommt jedoch noch hinzu.

Was sollte beim Fischen in Binnengewässern und Küstengewässern beachtet werden?

Beim Fischen in Binnengewässern und Küstengewässern gibt es einige wichtige Dinge, die Sie beachten sollten, um nicht nur erfolgreich zu sein, sondern auch die Umwelt zu schützen.

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie sich über die Fischbestände und Schonzeiten in Ihrem Gewässer informieren. In manchen Gewässern gibt es bestimmte Fischarten, die geschützt sind und nicht geangelt werden dürfen. Auch gibt es meist bestimmte Zeiten im Jahr, in denen das Angeln nicht erlaubt ist, um die Fische während der Laichzeit zu schützen.

Des Weiteren sollten Sie sich an die geltenden Angelgesetze und -regeln halten. Dazu gehört unter anderem, dass Sie eine gültige Angelkarte besitzen und keine verbotenen Köder oder Methoden verwenden. Auch sollten Sie nur so viele Fische angeln, wie Sie auch wirklich verwerten können.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Schutz der Umwelt. Das bedeutet, dass Sie Ihren Müll mitnehmen und keine Angelruten oder -leinen im Gewässer zurücklassen. Auch sollten Sie darauf achten, dass Sie nur biologisch abbaubare Köder verwenden, um die Umwelt nicht zu belasten.

Zusätzlich sollten Sie auch Rücksicht auf andere Angler und Naturbeobachter nehmen. Halten Sie genügend Abstand zu anderen Anglern und achten Sie darauf, dass Sie nicht in deren Angelbereich werfen. Auch sollten Sie darauf achten, dass Sie keine Tiere oder Pflanzen stören oder beschädigen.

Fazit

Das Fischen vom Boot aus erfordert ganz klar einen Bootsführerschein, wenn das Boot einen Verbrennungsmotor mit mehr als 15 PS oder einen Elektromotor mit mehr als 10,2 PS hat. Für Binnengewässer ist der Sportbootführerschein für Binnengewässer (SBF-Binnen) vorgeschrieben, während für Küstengewässer der Sportbootführerschein-See (SBF-See) erforderlich ist. Beide Führerscheine erfordern eine theoretische und praktische Prüfung, wobei der SBF-See zusätzlich Navigationsaufgaben auf der Seekarte umfasst. Hobby-Fischer ohne Bootsführerschein wird empfohlen, einen Bootsführerschein zu erwerben, um Sicherheitsrisiken zu minimieren und das eigene Wissen und Können auf dem Wasser zu erweitern. Die Prüfungsgebühren für den Bootsführerschein variieren je nach Art der Prüfung.

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