Gummiköder kamen am Forellensee bisher vor allem beim aktiven Angeln zum Einsatz. Doch die aromatisierten Weichplastikhappen fangen auch passiv an der Grund- oder Posenmontage hervorragend. Eine echte Konkurrenz für klassische Teige, meint Tobias Norff.

Fette Regenbogenforelle. Da lacht das Anglerherz!

Ich war nie ein großer Fan von Forellenteig! Natürlich fängt die Paste aus dem Glas, das ist gar keine Frage. Ich finde die Handhabung aber nervig. Das geht bereits beim Anködern los: Ist der Teig schon etwas älter und trockener, lässt er sich kaum mehr ordentlich in Form kneten. Im Wasser wird er rasch so weich, dass bereits ein Fehlbiss oder ein paar Attacken von Weißfischen genügen, damit der Haken blank ist. Abgesehen davon mag ich das schmierige Zeug auch nicht an den Händen und Klamotten haben – ganz zu schweigen von den Glitterpartikeln, die man noch Tage nach dem Angeln irgendwo an sich entdeckt. Bisher habe ich mich mit dem Forellenteig notgedrungen arrangiert, denn Fakt ist: An manchen Tagen haben die Forellen eine klare Vorliebe für passiv angebotene Leckerbissen.

Konkurrenz aus Gummi

Seit einiger Zeit hat Forellenteig jedoch ausgedient bei mir. Stattdessen setze ich aromatisierte Gummiköder ein – nicht mehr nur beim aktiven Ultraleicht-Spinnfischen, sondern eben auch passiv an der Grund- oder Posenmontage. Für die ersten Versuche brauchte es ein wenig Überwindung: Es fühlte sich zunächst nicht richtig an, künstliche Köder aus Weichplastik unbewegt zu präsentieren. Doch es dauerte nicht lange, bis die ersten Forellen gierig die „Gummitierchen” verschlangen und meine Zweifel gleich mit. Ähnliche Erfahrungen machten befreundete Angler, sodass ich mir heute in einem absolut sicher bin: Die Gummis fangen keinen Deut schlechter als die bewährten Teige der gängigen Marken. Ob das für die Weichplastikhappen aller Hersteller gilt, kann ich allerdings nicht sagen. Gute Erfahrungen habe ich mit Ködern von Libra Lures, Probaits, Boroda Baits, RL Trout Lures und Jara gesammelt, wobei ich überwiegend die Geschmacksrichtungen Knoblauch (Garlic) und Käse (Cheese) verwende.

Tobias zeigt seinen Erfolgsköder

Hält und hält!

All die eingangs erwähnten Nachteile von Forellenteig gibt es bei den Gummiködern nicht! Insbesondere die hervorragende Haltbarkeit an Haken macht sie für mich zu mehr als nur einer Alternative. Problemlos überstehen sie mehrere Gewaltwürfe und sogar Drills. Im Wasser werden die Gummis nicht weich und halten somit auch den Attacken von Weißfischen stand. Ihr müsst die Ruten beim Angeln mit Gummiködern also nicht ständig kontrollieren. Während einmal geöffneter Forellenteig mit der Zeit austrocknet, lassen sich die Weichplastikhappen in ihren Dosen nahezu ewig aufbewahren. Zudem sind sie wiederverwendbar: Nach dem Angeln lege ich die Gummis einfach zurück in die Dose, wo sie im Lockstoffbad neues Aroma „tanken” können. Dadurch relativiert sich auch der zunächst recht hoch erscheinende Preis für diese Köder.

Pose und Gummihappen fangen zuverlässig am Forellensee

Von Grund auf gut

Die allermeisten Weichplastikköder, die speziell zum Angeln am Forellensee entwickelt wurden, bestehen aus einer schwimmenden Gummimischung. Damit eignen sie sich teilweise auch ohne zusätzliche Schwimmhilfe aus Styropor oder Hartschaum prima zum Grundangeln. Beachten solltet Ihr jedoch, dass nur die dickeren, voluminösen Köder ausreichend Auftrieb besitzen, um Haken und Vorfach zu tragen… (den kompletten Artikel findet Ihr in der Ausgabe 5 Eurer Rute & Rolle)

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