Im Frühjahr setzt unser Autor Jens Scholz beim Karpfenangeln auf eine ausgeklügelte Montage: das Pop Up Aligner Rig.

Der Autor freut sich über diesen hübschen Karpfen

Der Winkel der Sonnstrahlen auf die Wasseroberfläche steigt, ebenso die Länge der durchschnittlichen Sonnenstunden am Tag. Das Leben unter Wasser erwacht wieder ganz langsam. Es ist Frühjahr geworden. Wir entkommen unserer Lethargie und sind ausgeruht für die kommenden Monate. Nun möchten wir die Natur samt Sonne genießen und das ganze nützlich mit unserem Hobby verbinden. Doch leicht ist die Aufgabe jetzt nicht. Die wechselwarmen Körper der Fische brauchen eine Weile, bis der Stoffwechsel wieder auf Touren ist. Bis dahin sollten die Futterhappen sehr sorgfältig angeboten werden. Das heißt, gerade jetzt ist nichts so wichtig wie die richtige Platzierung der Montage.

Vorsichtiges Füttern beim Karpfenangeln im Frühjar

Mal abgesehen von den verwendeten Kleinteilen, darf und soll alles sehr auffällig gestaltet werden. Größere Mengen sind allerdings eher kontraproduktiv. Dafür sollte das angebotene Futter ruhig etwas aufgepeppt werden. Es eignen sich Booster, Liquids und Dips. Ich lege meine Köder (nicht nur die Hakenköder) für mehrere Stunden ein und bastle mit PVA-Tüten eine Falle. Zuerst zerkleinere ich ein paar Hände voll Boilies. Am besten mit der Hand zerquetschen. Dadurch sind die Stückchen sehr unterschiedlich und haben eine große Gesamtoberfläche. In einem Behälter gieße ich nun einen Booster darüber und schüttele alles gut durch. Meine Favoriten sind Muschel und Leber! Wenn ich noch einen oben drauf setzen will, dann streue ich nun eine Hand voll Grundfutter oben drüber und schüttele wieder alles gut durch. Nach dem Antrocknen kann ich diesen Vorgang (anfeuchten und mit Groundbait bepudern) auch mehrfach wiederholen. Ich erhalte damit eine sehr leckere und ganz schnell wasserlösliche Kruste. Unser Happen wird dadurch bereits direkt nach dem Auswerfen eine attraktive Lockwirkung erzielen. Ich befülle einfach die PVA Tüten und lege meinen Hakenköder mit in das Paket hinein. So sinkt alles komplett zum Grund und der Haken liegt direkt zwischen den ganzen Häppchen. Wem das Ganze zu viel Arbeit und zu kompliziert ist, dem sei ein einfacher Futterkorb (Feeder genannt) empfohlen. Die Lockwirkung ist ähnlich, hält aber nicht so lange an, weil die groben Boilie-Teile fehlen.

Mit Pop Up Rig zum Biss

Die Fische werden unser Futter nicht aktiv suchen und es deshalb nur schwer finden. Wir müssen sie finden und überlegen wo sie stecken könnten. Selten sind sie überall verteilt, in einigen wenigen Arealen werden wir deshalb größere Chancen haben. Flachwasserzonen, welche viel Licht abbekommen, sind nun wahre Anziehungspunkte für alle Lebewesen. Dicht gefolgt von den Fischen lassen auch die Nährtiere nicht lange auf sich warten und halten sich vermehrt in diesem Areal auf. Hier sollten wir unsere Versuche wagen. Flachwasser bedeutet aber auch Ruhe am Platz! Auswerfen, liegen lassen und am besten etwas Abseits hinsetzen ist die Devise. Weil sich die Fische nun bei der Futteraufnahme noch sehr langsam bewegen, sollten wir ihnen die Aufnahme erleichtern. Mit einem PopUp Köder geht das besonders gut. Der Köder steht höher und ist leichter. Er ist somit schneller sichtbar und einfacher aufzunehmen. Haben wir diese Faktoren alle beachtet, fehlt nur noch Glück… (den kompletten Artiklel findet Ihr in der Ausgabe 4 Eurer Rute & Rolle)

Die komplette Bindeanleitung zum Pop Up Aligner Rig findet Ihr in der Ausgabe 4 der RUTE & ROLLE

 

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