Fließgewässer zu beangeln bedeutet, variabel zu sein. Wechselnde Strömung, Fischarten und Angeltechniken lassen keine Langeweile aufkommen. Alexander Kaube vom Browning Team Sachsen hat sich an der dänischen Gudenå ausgetobt.

Eine große Auswahl an Ködern steigert die Fangaussichten enorm

Die Gudenå ist im Frühjahr ein wahres Eldorado für Friedfischangler. Plötzen, Alande, Rotfedern, Güstern und Brassen lassen hier jedes Stipperherz höher schlagen. Während dieser Zeit werden jedes Jahr zwei tadellos organisierte Angelveranstaltungen vom Dänen Bjarne Johansen ausgerichtet, welche Petrijünger aus Dänemark, Deutschland, Polen, den Niederlanden und selbst Schweden ins grüne Dänemark locken. Auch Alexander Kaube gibt eine Woche Vollgas an schlammigen Ufern mit makellosen Fischen.

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Am Anfang steht erst einmal das Kennenlernen des Gewässers auf dem Plan. Alex entschließt sich, die Angelwoche im am weitesten stromab gelegenen Sektor zu starten. Die Kopfrute mit drei Topkits auf einer Angeldistanz von elf Metern sollte fürs Erste reichen. Das bereits angerührte Grundfutter wird in gut zu werfende Murmeln geformt und mit reichlich toten Maden gespickt im Wasser versenkt. Einige wenige Bälle sollten jedoch auch lebende Köder enthalten. Diese brechen die Ballen schneller auf und sorgen somit für eine prompte Köderfreigabe.

Kleine Unterschiede

Ist der Köder einmal in Position und wird ordentlich geführt, dauert es häufig nicht lang, bis ein Fisch am Haken hängt. Um diesen sicher zu halten, ist der richtige Greifer entscheidend. In den Größen 14 plus gibt es in der Regel wenig Probleme mit ausschlitzenden Fischen. Jedoch funktionieren große Haken meist nur am Anfang einer Session, beziehungsweise wenn die Fische sehr dicht stehen. Bereits nach kurzer Zeit ist die Präsentation zu plump und die Kontakte lassen stark nach. Kellt Alex anfangs noch einen Fisch nach dem anderen ein, werden die Bisse wie üblich mit der Zeit weniger. Daher wechselt er auf einen kleineren Haken (Drennan Red Maggot) in Größe 14, später Größe 16. Downsizing, wie die Engländer es nennen. Die Drahtstärke sollte dabei auf gar keinen Fall zu dünn sein.

Es läuft am Fluss. So ein Aland-Doppel kann sich sehen lassen

Denn geht neben den zahlreichen Plötzen ein Aland ans Band, wird man den dünnen Haken schnell bereuen – sofort nach dem Biss steigen die Nerflinge an die Oberfläche und nehmen die volle Strömungsgeschwindigkeit mit. In den meisten Fällen schlitzt der Fisch mit einem zu dünnen Haken aus und man ärgert sich schwarz…

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE & ROLLE 04/2021!
Text & Fotos: Julius Wystemp

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