Es sollte ein extremes Abenteuer werden! Unser Autor André de Wit reiste in den Jemen und steckte am Ende wegen Corona fest – im Angelparadies von Sokotra. Doch wahre GTMonster und eine Angelei der Extraklasse ließen ihn die Strapazen schnell vergessen.

Es ist Jahre her, als ich zum ersten Mal von einem Ort hörte, an dem monströse GTs (Giant Trevally) schwimmen würden. Die Fotos und YouTube-Filme von unaufhaltsamen GTs, die von kleinen Booten aus befischt werden, sind mir unauslöschlich in Erinnerung geblieben. Ich musste unbedingt dorthin! Das Problem war der Ort. Die Insel Sokotra, die zum Jemen gehört ist Kriegsgebiet und nicht ganz ungefährlich!

Kleine Insel, große Fische

Der Plan geriet aus diesem Grund ein bisschen in Vergessenheit. Doch letztes Jahr gab es plötzlich diese Möglichkeiten, über eine andere Route auf die Insel zu gelangen. Denn die Insel selbst ist sicher, trotz der negativen Reisehinweise der Regierung. Ich habe sofort gebucht! Es geht nach Abd Al Kuri, der westlichsten Insel des Sokotra-Archipels. Abgelegen und nur ein paar hundert Einwohner, also kaum Einfluss auf die Fischerei. Vollgepackt mit Proviant für die kommende Woche nehmen wir Kurs auf diese kleine Insel. Nach einer anstrengenden und schlaflosen Anreise sind wir im Paradies!

Kristallklares Wasser und weiße Strände – wir haben die höllische Anreise sofort vergessen. Uns hält nichts mehr, ab zum Angeln! Die ersten Spots sind Felsformationen und flache Riffe. Beides gute Verstecke für Köderfische und daher interessant für GT und andere Räuber. Mein Angelkollege bekommt den ersten Biss und wir sind erstaunt über die Kraft des GTs. Kein schlechter Start mit einem rund 20 Kilo schweren Fisch! Etwas später bin ich an der Reihe. Mein Popper wird brutal attackiert. Ein großer Fisch! Weil es an der Angelstelle flach ist, muss ich ihn hart drillen, sonst besteht die Gefahr, dass die Schnur an den Korallen reißt. Es lastet viel Druck auf der Rute und wir folgen dem Fisch mit unserem Boot.

In leuchtendem Rot präsentiert sich dieser Grouper

Ich versuche, ihn vom gefährlichen Grund zu pumpen. Es gelingt! Mein GT, sollte bei 127 Zentimetern weit über 40 Kilo wiegen. Allerdings ist er nicht so kräftig gebaut wie normal für dieses Gebiet. Aber dennoch sicher ein Fisch von über 30 Kilo. Ich bin sehr  zufrieden!

Den kompletten Reisereport lest Ihr in RUTE&ROLLE 01/2021!
Text: André de Wit
Fotos: Robert Pljuscec, André de Wit

 

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