Warme Sommernächte sind eine gute Zeit zum Karpfenangeln. Denn dann schlagen sich die Rüssler die Mägen voll. Worauf müsst Ihr für eine erfolgreiche Nacht achten? Jeroen van der Luik verrät Euch 13 wichtige Tipps zum Nachtangeln.

Unverzichtbar: Mücken- und Insektenmittel schützen vor ungeliebten Blutsaugern

1. Mückenspray

Zum Nachtangeln gehört ein Mücken- oder Insektenspray in die Tasche. Die kleinen Blutsauger können einem im schlimmsten Fall den Schlaf rauben. Wählt ein Spray mit hohem Anteil des Insektenschutzmittels DEET (vorzugsweise 50 Prozent). Diese Variante wird auch in den Tropen verwendet. Da das Mitte nicht unbedingt gesundheitsfördernd ist, ist es wichtig, dass Ihr Euch nach jeder Anwendung gründlich die Hände reinigt. Ein weiteres MUSS: Ein Zeckenhaken, eine -zange oder ein -pass. Die kleinen Spinnentierchen sind Überträger von Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis besser bekannt als FSME. Mit den Tools lassen sich Zecken schnell und einfach entfernen.

 

Klopapier und Müllbeutel gehören für längere Touren in jede Angeltasche

2. Klopapier und Spaten

Schleppen, auftacklen, angeln, ausruhen, einen Happen essen und dann spürt man den Drang im Darm. Habe ich das Toilettenpapier überhaupt eingepackt? Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nichts Ärgerlicheres gibt, als das zu vergessen. Ich musste sogar einmal ein T-Shirt opfern. Heute gibt es praktische „WC-Eimer“, um die Notdurft zu verrichten. Ein stilles Örtchen im Gebüsch oder hinter einem Baum tut es aber auch. Bitte wählt keinen Platz in der Nähe von Fußwegen oder ähnlichem. Ein Tipp: Nimm eine kleine Schaufel oder ein Klappspaten mit, um Dein „Geschäft“ zu verbuddeln.

 

Wer Ordnung hält, hat alles griffbereit

3. Ordnung muss sein

Wer nachts einen Biss bekommt, ist dankbar, wenn alles griffbereit am Platz liegt. Haltet Euch beim Aufbauen der Ausrüstung an eine logische Reihenfolge. Gebt Vorfächern, Abhakutensilien und Lampen einen festen Platz. So findet Ihr die Sachen auch im Dunkeln. Bewahrt Eure Vorräte und Köder möglichst in geschlossenen Taschen und Eimern mit Deckeln auf. Nachtaktive Schadnager wie Ratten haben Boilies zum Fressen gerne. Und wichtig: Habt stets einen Müllsack dabei. In diesen kommt der eigene und herumliegende Müll!

 

War da was? Auch nachts nehmen Karpfen Happen von der Oberfläche

4. Angeln an der Oberfläche

Besonders im Sommer lassen sich Karpfen in der Nacht in den oberen Wasserschichten fangen. Ein klassisches Schwimmbrot überzeugt Spiegler und Schuppis auch im Dunkeln. Falls Ihr irgendwo viel Aktivität wahrnehmt, dann verteilt etwas Brot auf dem Spot. Dank ihres guten Geruchssinns finden Karpfen die Happen ebenfalls in der Nacht schnell. Eine andere, moderne Technik ist das Zig Rig. Mit diesem bietet Ihr kleine schwimmende Köder, beispielsweise Foam oder kleine Pop Ups, in den oberen Wasserschichten an. Die Methode funktioniert auch nachts sehr gut.

 

War da was? Auch nachts nehmen Karpfen Happen von der Oberfläche

5. Licht im Dunkeln

Den Platz wiederfinden, neu beködern oder einen Fisch drillen: Ohne gutes Licht sind wir schnell aufgeschmissen. Eine Kopflampe gehört ohnehin zur Grundausstattung jedes Nachtanglers. Setzt auf Lampen mit ausreichen Leuchtkraft (mindestens 100 Lumen) und einstellbarer Helligkeit. Eine weitere Taschenlampe mit rund 1.000 Lumen sollte im Gepäck sein. Auf diese Weise könnt Ihr auch auf größere Distanzen ausleuchten. Falls Ihr mit dem Boot auslegt, dient das Licht, um sicher wieder ans Ufer zurück zufinden.

 

Die restlichen Tipps lest Ihr in RUTE & ROLLE 08/2020! Mehr Infos zum Karpfenangeln auch im Anglerboard: Klick HIER!
Text: Jeroen van Luik
Fotos: Sander Boer, Timo Keibel

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