In 4,5 Stunden von drei auf 25 Grad! So lange dauert der Flug vom winterlichen Düsseldorf in die Sonne Gran Canarias. Tom Grobecker stellte eine Woche den Schwarzbarschen auf der Insel nach.

Nach der Ankunft wollte ich am liebsten direkt losziehen, doch aufgrund der Bürokratie und guter Manieren fuhr ich zuerst in die Stadt Las Palmas. Hier liegt das Gebäude Cabildo de Gran Canaria-Edificio Insular und mit dem Medio Ambiente im ersten Stock die Behörde, welche sich mit der Fischerei auseinandersetzt. Man muss lange warten, viel suchen und aufgrund der Sprachbarriere wild gestikulieren, um an seine „Licencia de pesca“ zu kommen. Dachte ich zumindest.

Weit gefehlt! In Wirklichkeit ist das Parken viel komplizierter als der Erhalt der Angellizenz. Es reicht nämlich nicht, einfach das Geld in den Automaten zu werfen. Nein, man muss vorher das Kennzeichen seines Autos eingeben. Hat ein bisschen gedauert, bis ich das rausgefunden hatte. Im Gebäude ging dann alles schnell. Ich nahm bei einem Beamten Platz. Der nette Herr konnte sogar etwas Englisch und nachdem ich nach einer „Fishing licence for lake“ gefragt hatte, verlangte er nach einer Kopie meines Reisepasses, kassierte 3,22 Euro und überreichte mir die Lizenz. Rein und raus in fünf Minuten!

Wo ist das Wasser?

Eine Handvoll Köder, die Rute und eine Lizenz – mehr braucht Ihr auf Gran Canaria nicht

Viele Gewässer auf der Insel sind entweder für die private Nutzung der Landwirte gedacht und eingezäunt oder sie führen gar kein Wasser mehr. Ich wählte zuerst über Google Maps den Kartentyp Standard aus, um nach Angelstellen zu schauen. Anschließend wechselte ich in den Satellitenmodus, um sicherzugehen, dass der See Wasser führt und nicht eingezäunt ist. Die Berge in der Mitte Gran Canarias sind mit Serpentinen und unüberschaubaren Straßen übersät, ein Grund warum man für 20 Kilometer auch gerne mal 40 Minuten braucht. Man sollte sich also sicher sein, dass man am Zielort auch Schwarzbarsche fangen kann.

 

 

Am Stausee auf Schwarzbarsch

Niñas. Einen Stausee im Südwesten. Er ist sehr einfach zu erreichen, da man am anliegenden Campingplatz parken kann. Was die Sache am Wasser allerdings erschwert, sind die steinigen und zumeist steilen Ufer. Flip-Flops haben hier rein gar nichts zu suchen und könnten wirklich zu bösen Stürzen führen. Festes Schuhwerk ist absolute Pflicht! Geht mit langen, leichten Sachen los. Die Sträucher sind sehr rau und raspeln einem nur zu gerne die Haut ab…

Den kompletten Artikel mit ausführlichen Reiseinfos lest Ihr in Eurer RUTE&ROLLE 03/2020!
Text & Fotos: Tom Grobecker

 

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