Besonders in der kalten Jahreszeit lohnt sich ein Ansitz auf Hecht mit Köderfisch. Christian Siegler stattete zusammen mit Kumpel Markolf Bram dem bayerischen Main letzten Dezember einen Besuch ab. Mit Erfolg!

Ruhig liegen die Posen im Wasser und stumm ist der Bissanzeiger auf dem Rutenhalter. Die Ruhe vor dem Sturm? Ja, denn die Chancen stehen im Winter gut, richtig fette Hechtkaliber mit Posen- oder Grundmontagen und Köderfischen zu fangen. Deadbaiting schimpft sich diese Angelei auf Neudeutsch und es gibt echte Liebhaber dieser Methode. Auch mich zog das Angeln mit Köderfisch in seinen Bann.

Hotspots bei Kälte

Bei Minusgraden hängt der Fangerfolg von vielen Faktoren ab. Ein sehr wichtiger ist die richtige Angelstelle. Man sagt ja, dass sich 90 Prozent des Fischbestandes eines Gewässers auf zehn Prozent der Wasserfläche aufhält. Im Winter ist da echt was dran, denn bei Kälte rotten sich die Futterfische und Räuber an wenigen Stellen eines Gewässers zusammen. Jetzt gilt es, diese ausfindig zu machen. Ein guter Anhaltspunkt beim Angeln in Flüssen ist sicherlich, die Strömung zu beobachten. Langsam fließende, fast stehende Abschnitte sind immer gut. Auch tiefe Bereiche wie Löcher oder Gumpen sind einen Versuch wert. Die allzu oft erwähnten Warmwassereinflüsse natürlich auch. Als absolute Hotspots erwiesen sich für uns aber Ecken, an denen der Fluss einen Durchbruch zu einem Stillgewässer hat. Hier ziehen bei guten Bedingungen oft Fische entlang. Gibt es in diesem Bereich auch tiefe Abschnitte, können wir getrost einen Versuch starten.

Doch beißt Euch nicht an einer Stelle fest! Ein guter Tipp ist es, maximal zwei Stunden an einem Platz zu investieren. Oft kommen die Bisse recht zügig, wenn aktive Räuber am Start sind.  Die Angelzeit im Winter ist kurz und wir dürfen nicht zu viel davon verplempern. Tut sich also nach spätestens zwei Stunden nichts, packen wir zusammen und besuchen den nächsten Hotspot. So schafft Ihr zwei bis vier interessante Plätze am Tag und angelt sehr effektiv.

Beißzeiten und Wetterlage

Weitere, enorm wichtige Faktoren bei der Winterangelei sind Beißzeiten und die Wetterlage. Erfahrungsgemäß sind Tiefdruckgebiete mit Westwind auch im Winter gute Angeltage. Klar, es ist grau, regnerisch und trotz höherer Temperaturen echt ungemütlich. Aber genau jetzt müssen wir ans Wasser! Es bringt wirklich wenig, bei gleißendem Sonnenschein und Ostwind am Wasser zu sitzen. Ein milder, grauer Wintertag verspricht Erflog! Jetzt müssen wir nur noch die Beißphase erwischen…

Lest den kompletten Artikel in RUTE&ROLLE 12/2019!
Christian verrät Euch in seinem Extra-Tipp, wie Köfis am besten eingefroren werden und klärt alles zu Ruten, Rollen und Montagen für dicke Winterhechte!

Text: Christian Siegler
Fotos: Markolf Bram, Christian Siegler

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