Ist man einmal vom Schwarzbarsch-Fieber infiziert, lässt es einen nicht mehr los! Unsere Autoren fahren seit Jahren nach Italien, um die Räuber zu suchen, zu finden und zu fangen. Sie geben Tipps zu Köder, Gerät, Revier und Taktik.

Kaum ein anderer Fisch löst bei Sportanglern weltweit eine vergleichbare Begeisterung aus wie der Schwarzbarsch. Das gilt vor allem für Japan und die USA, wo hoch dotierte Turniere vor zehntausenden Zuschauern ausgetragen werden. Wir müssen aber nicht zwangsläufig auf einen anderen Kontinent reisen, um diesen Fisch zu fangen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde er in Europa eingeführt und entwickelt sich in den wärmeren Regionen Südeuropas sehr gut. Unser Lieblingsreiseziel ist seit einiger Zeit Italien. Dort findet Ihr den Bass in fast jedem Gewässersystem. Seien es Kanäle, die mitten durch die Stadt laufen, kleine Teiche inmitten hügeliger Landschaften oder Großgewässer wie der Gardasee und der Bolsena nahe Rom. Überall schwimmen Bass.

Ein weiterer Vorteil: Angellizenzen gibt’s für meist wenig Geld in lokalen Angelgeschäften. Eine Drei-Monatslizenz für die öffentlichen Gewässer der Region Venetien kostet beispielsweise rund 15 Euro. Wir konzentrieren uns daher auf die Seen und Teiche Norditaliens. Kleinere Gewässer mit einer Größe von ein paar Hektar sind optimal. Wir suchen uns vor der Reise einige Gewässer aus. Wenn wir in einem klaren Teich nach ein bis zwei Stunden weder einen Bass gefangen noch gesehen haben, packen wir unsere Sachen und versuchen es woanders. Nur nicht den Mut verlieren! Es kann vorkommen, dass Ihr zwei, drei Gewässer abklappert, ehe Ihr auf willige Barsche trefft.

Auf Schwarzbarsch nicht ohne Belly Boat

Für unsere Art der Angelei sind Belly Boats oder Float Tubes unverzichtbar. Wenn Ihr im Frühjahr oder Herbst unterwegs seid, ist eine entsprechende Wathose ein absolutes Muss. Andernfalls wird’s auch im Süden schnell viel zu kalt. Die Vorteile der Bellys sind enorm. Zum einen können wir damit bequem das Tackle mitnehmen. Zum anderen befischen wir mit ihnen nahezu lautlos die Uferbereiche, kommen zu sonst unzugänglichen Stellen und können Hotspots oder gar gesichtete Fische gezielt anwerfen. Bitte fragt aber vorher, ob das Bootsangeln erlaubt ist. Und auch wenn es sich für den einen oder anderen fast schon lächerlich anhört: Denkt an die Sicherheit und nehmt im Zweifelsfall eine Schwimmweste mit. Besonders die Strömung von kleineren Flüssen wird oft unterschätzt. Wenn Ihr einmal auf den Geschmack gekommen seid, werdet Ihr das Belly auch an heimischen Gewässern häufiger einsetzen.

Andreas überlistete den Fisch mit einem Reactionbait

Wir empfehlen auf jeden Fall, in Qualität zu investieren. Wir sind mit dem FT 160 von Rapala äußerst zufrieden. Das ist das Spitzenmodell der Marke. Durch das strapazierfähige Schlauchbootmaterial ist es sehr stabil und vor allem gegen Äste und Steine recht sicher. Außerdem ist die Angelposition durch den aufblasbaren Sitz und den großen Auftrieb der beiden Schläuche deutlich höher als bei anderen Modellen. So habt Ihr gute Sicht und einen trockenen Hintern. Gerade bei kaltem Wetter ist das nicht zu verachten. Geräumige, abnehmbare Taschen bieten viel Stauraum…

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE&ROLLE 09/2019!
Text & Fotos: Clemens Frank, Oliver Frömel, Andreas Wimmer

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