Wollt Ihr große Brassen im „Klodeckel“-Format fangen? Kein Problem! Jesco Peschutter zeigt Euch, wie Ihr mit der Feeder-Rute gezielt die besonders stattlichen Exemplare überlistet.

Feedern bringt Laune. Wenn die sensible Spitze beim Biss zu zittern beginnt, schlägt mein Herz höher. Schon kleinere Rotaugen, Güster oder Brassen machen echt Spaß an der Feeder-Rute. Doch so richtig kommt Spannung auf, wenn es auf dicke Brassen über 50 oder sogar 60 Zentimeter geht. Diese bringen das Tackle und auch mich zum Schwitzen. Aber wie lassen sich Großbrassen gezielt überlisten? Das möchte ich Euch jetzt zeigen.

Die Gewässerwahl

Wer große oder kapitale Brassen mit der Feeder-Rute fangen möchte, der braucht das richtige Gewässer. Denn: Nur wo auch echte „Klodeckel“ vorkommen, können wir sie fangen. Klar, auch in Flüssen wie Elbe, Weser oder Donau sind richtig große Fische möglich. Viel einfacher ist es aber am See. Damit meine ich nicht den kleinen Vereinsteich nebenan, sondern Bagger- oder Naturseen mit einer Fläche von mindestens fünf Hektar. Perfekt ist es, wenn diese auch noch einen sehr guten Hechtbestand aufweisen. Gerade dann sind riesige Brassenschwärme mit tollen Fischen bis an die 70 Zentimeter und manchmal sogar darüber zu erwarten.

Futter ist Macht

Beim Feedern ist Futter extrem wichtig. Wenn es aber auf Großbrassen geht, entscheidet nicht nur die Zusammensetzung, sondern auch die Menge. Ein Schwarm mit 20 bis 40 kapitalen Fischen vertilgt in kurzer Zeit einiges an köstlichen Gaben. Mit dunklem, grobem und gut bindendem Futter machte ich meine besten Erfahrungen. Es darf ruhig süß und zugleich fischig ausfallen. Partikelteile von Hanf oder Mais sowie Biskuitmehl sorgen für eine längere Lockwirkung. Eine leicht würzige Note schadet bei Brassen auch nicht. Damit die gierigen Friedfische immer etwas am Futterplatz finden, mische ich Dosenmais und kleine Halibut-Pellets mit unter den Mix.

Und was ist mit Lebendfutter? Na klar, auch Maden und Wurmstückchen dürfen nicht fehlen. Ich nehme aber lieber mehr Mini-Pellets und nicht zu viele Maden, damit ich große Fische und keine Massen an Rotaugen anlocke. Als Hakenköder kommen Maden oder Mais an den Greifer. Da ich es auf dicke Brassen abgesehen habe, dürfen es schon mindestens vier Maden sein – manchmal sogar fünf bis sechs quirlige Krabbler. Beim Mais nehme ich ein bis zwei größere Körner aus der Dose. Method-Feedern mit Mini-Boilies oder Pellets ist ebenfalls keine schlechte Wahl.

Mit Draht- und Madenfutterkörben in unterschiedlichen Gewichten ist Jesco erfolgreich

Schlaufe mit Korb

Als Futterkörbe kommen verschiedene Modelle zum Einsatz. Runde oder eckige Drahtfutterkörbe mit ordentlich Füllraum sind optimal, um größere Mengen meines Mixes an den Spot zu befördern. Fische ich mit Maden, nehme ich auch gerne mal Kunststoffausführungen mit Löchern, um viel der weißen Lebendkost an den Platz zu bekommen. Den 40 bis 80 Gramm schweren Korb (je nach Entfernung der befischten Stelle) befestige ich mit der klassischen Schlaufenmontage.

Zu Beginn lege ich mindestens zehn Ladungen auf den Futterplatz, den ich dank geclippter Schnur immer punktgenau treffe. Sind erste Brassen am Fressen, lege ich noch mal nach. Außerdem schieße ich mit der Futterschleuder ein paar 20 Millimeter große Halibut-Pellets zu den Fischen. Diese Köstlichkeiten beschäftigen den Schwarm über einen längeren Zeitraum und verhindern, dass die Brassen auf einmal weiterziehen. Als Haken kommen stabile 12er Modelle an die Schlaufenmontage. Falls auch regelmäßig mit Karpfen zu rechnen ist, nehme ich sogar 10er Haken…

Den kompletten Artikel lest Ihr wie immer in Eurer RUTE&ROLLE 10/2019!
Jesco zeigt Euch sein Tackle für Großbrassen und zeigt, wann Brassen am besten beißen.
Text: Jesco Peschutter
Fotos: Elmar Elfers, Jesco Peschutter

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