Meist kommen am Fluss Feederoder Kopfrute zum Einsatz. Aber manchmal hat die Match-Rute mit der Wagglermontage die Nase vorn. Friedfischexperte Kai Chaluppa weiß, wie‘s geht. 

Grundliches Sieben ist Voraussetzung für die richtige Futterkonsistenz

Mit einem leichten Wurf befördere ich meine Montage ins Wasser. Sie landet hinter der Steinschüttung in der langsamen Strömung, genau dort, wo ich einen Futterplatz angelegt habe. Mein Waggler folgt sanft dem Tempo des Flusses. Von jetzt auf gleich bleibt er stehen, um kurzerhand auf Tauchstation zu gehen. Unverzüglich schlage ich an. Der Fisch hängt am Haken. Meine Match-Rute leistet ganze Arbeit. Nach kurzem Drill landet das erste Rotauge des Tages in den Keschermaschen. Ihr lest richtig: Ich greife gerne zur Match-Rute und Waggler-Montage, wenn ich am Fluss auf Rotaugen und andere Weißfische angle. Besonders dann, wenn der heiße Bereich außerhalb der Reichweite der Pole-Rute liegt und die Strömung gering ist, eignet sich die Methode bestens.

 

Match macht´s möglich

Am heutigen Angeltag befi sche ich den Main bei Frankfurt. Unmittelbar hinter der Steinschüttung beginnt hier die Fahrrinne für die Binnenschifffahrt. Schnell erreiche ich Tiefen zwischen vier und fünf Metern. Die Strömung an der Stelle ist moderat bis gemäßigt, sodass ich problemlos die Waggler-Montage nutzen kann. Es ist wichtig, dass ich meinen Köder hinter der Steinschüttung anbiete. Dort herrscht keine große Hängergefahr mehr. Darüber hinaus lauern an dieser Stelle auch keine kleinen Grundeln, die sich in den letzten Jahren im Main zu einer echten Plage entwickelt haben. Wer zu nah am Ufer fischt, wird beim Angeln mit Maden, Wurm & Co keine Freude haben. Den Schutz der Steinpackung verlassen die nervigen Allesfresser allerdings nicht, daher servieren wir den Köder in der Fahrrinne goldrichtig.

Die Match-Rute liefert mir die gewissen Extrameter, die ich benötige, um hinter die Schüttung zu kommen. Einer Kopfrute sind aufgrund ihrer Länge Grenzen gesetzt. Mein heutiger Angelplatz liegt in rund 18 Metern Entfernung. Tipp: Plant einen zusätzlichen Sicherheitsabstand von zwei bis drei Metern zum Ende der Steinschüttung ein, um die Grundelgefahr zu minimieren. Ich verwende eine 3,90 Meter lange Match-Rute. Der Blank ist sehr schnell, was gerade beim Angeln im Fluss ein großer Vorteil ist, um die raschen Bisse auch sicher zu verwerten. Passend zur Rute setze ich auf eine Stationärrolle der Größe 4000. Mit dieser erreiche ich eine perfekt austarierte Kombi, die gut in der Balance ist und schön in der Hand liegt. Eine abriebfeste und gut sinkende Mono rundet mein Setup für den Fluss ab…

Maden, Pinkies oder Caster locken Rotaugen ans Band

Den kompletten Artikel lest Ihr wie immer in Eurer RUTE&ROLLE 08/2019!
Wir klären in diesem Artikel unter anderem noch die Futterfrage, den Pluspunkt Pose und warum es Caster bringen.
Text & Fotos: Kai Chaluppa

 

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