Höchste Spannung und knallharte Bisse direkt unterm Boot: Wer einmal mit dem Wallerholz fischt, verfällt schnell dem Reiz dieser Methode.

LOPP, PLOPP, PLOPP. Wenn das Holz eintaucht, entsteht ein erstaunlich lauter Knall. Das soll wirklich Welse anlocken? Auf dem Echolot ist das Tauwurmbündel gut zu erkennen. Plötzlich löst sich eine dicke Fischsichel vom Grund und nähert sich langsam dem Köder. Spannung pur! Wer das Klopfen beherrscht, kann wahre Sternstunden erleben. Die Methode mit dem speziell geformten Holz erfordert etwas Übung, ist aber recht leicht zu erlernen.

Aktiv und Passiv

Doktor Gründer bitte in den OP! Benni mit „Operationsbesteck“

Ist mir das Gewässer vertraut, fahre ich direkt ausgesuchte Hotspots an. Das sind tiefe Stellen mit strukturreichem Untergrund und Abbruchkanten. Versunkene Bäume sind Waller-Magneten, aber auch andere Einstände wie Steinhaufen sind top. In unbekannten Gewässern suche ich dagegen aktiv. Entweder fahre ich mit dem E-Motor oder lasse mich vom Wind über den See treiben. Achtet darauf, dass die Driftgeschwindigkeit nicht höher als drei km/h ist. Auf diese Weise lernt Ihr das Gewässer am schnellsten kennen. Bezüglich der Tiefe gibt’s wenig Einschränkungen. Zwischen drei und zwanzig Metern war ich schon erfolgreich. Ich fische in der Regel mit zwei Ruten. Eine Posenmontage ziehe ich hinter dem Boot her. Der Schwimmer besitzt eine Tragkraft von 100 Gramm. Das Vorfach binde ich gerne aus 1 bis 1,20 Milllimeter starker Mono. Wenn ich Tauwürmer als Köder verwende, schalte ich zwei große Drillinge kurz hintereinander auf das Vorfach. Als Blei setze ich spezielle Klopfbleie (Clonk-Bleie) mit 100 Gramm ein.

Das ganze Vorfach ist etwa 1,20 Meter lang. Diese Montage biete ich rund fünf Meter hinter dem Boot an. Ich stelle immer die halbe Wassertiefe ein. Bei acht Metern lockt der Köder also auf vier Metern. Die zweite Montage fische ich aktiv. Die Schnur lasse ich direkt neben dem Boot ab und halte sie in der Hand. So kann ich genau auf die Anzeige auf dem Echolot reagieren. Hierbei greife ich gerne auf sogenannte Teaser zurück. Das sind Hakensysteme, die mit Fransen garniert sind. Das Blei ist bereits integriert. Da gibt es reichlich Auswahl und es ist sinnvoll, verschiedene Teaser mitzuführen. Sehr gute Erfolge erzielte ich mit Modellen, die Glasperlen an den Gummifransen hatten und dadurch zusätzliche Geräusche erzeugen. Wird viel geklopft, können sich die Geräusche allerdings auch nachteilig auswirken. Dann haben die Welse gelernt, dass davon Gefahr ausgeht. Das sieht man mit dem Echolot gut: Die Fische steigen erst auf, drehen dann aber schnell wieder ab und lassen sich auch nicht wieder locken. In den Situationen fängt die Posenrute meist mehr. Natürlich tausche ich auch den „Rassel-Teaser“ gegen eine ruhige Version aus. Der Teaser wird zusätzlich am Drilling mit einer Handvoll Tauwürmer bestückt…

Den kompletten Artikel lest Ihr in der aktuellen RUTE&ROLLE 07/2019!
Autor & Fotos: Benjamin Gründer

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