Ein Steinbutt ist schwer zu fangen. Jahrelang stellte Oliver dem Phantom der Ostsee nach, kam aber über Glückstreffer nicht hinaus. Das änderte sich dieses Jahr schlagartig, als er einen neuen Köder einsetzte.

Ein Abend im Mai 1998: Die Dämmerung hat bereits eingesetzt, als ich meine mit Sandaalen beköderte Doppelhakenmontage einhole. Es hängt tatsächlich ein Plattfisch am Haken: mein erster Steinbutt! Mit 35 Zentimetern Länge zwar nur ein durchschnittliches Exemplar – dennoch bin ich so sehr von diesem Fisch fasziniert, dass ich es bis heute regelmäßig gezielt auf diesen interessanten Raubfisch versuche. Tatsächlich ist der Steinbutt für Die meisten Angler fischen mit Blinker auf Steinbutt Rund drei Meter tief und Strömung: So sehen gute Uferangelstellen aus viele Meeresangler ein ganz besonderer Fisch mit einer speziellen Aura.

Kein Wunder, denn der fast kreisrunde Raubfisch mit dem charakteristischen Aussehen ist nicht nur der größte Plattfisch der Ostsee, sondern auch der wohl schmackhafteste. Und der am schwersten zu fangende sowieso. Das liegt einerseits daran, dass er nicht so häufig vorkommt wie Flundern, Klieschen und Schollen. Andererseits ist er sehr wählerisch. Ich habe 20 Jahre gebraucht, um ihn regelmäßig zu fangen.

Steinbutt bei Sand und Strömung

Beim Angeln auf Steinbutt ist die richtige Platzwahl fangentscheidend. Überall an der Ostsee besteht die Chance auf einen Butt, in bestimmten Bereichen treffen wir ihn aber konstant an. Die Fische lieben Strömung über sandigen und kiesigen Untergrund! Sind dort zudem Strukturen wie kleinere Riffs oder Plateaus in Tiefen von 8 bis 15 Meter vorhanden, sind dies ideale Plätze zum Bootsangeln. Insbesondere im Frühjahr und späten Herbst hält sich der Steinbutt etwas näher an der Küste auf und bietet eine spannende Uferangelei. Auch hier sind strömungsreiche Bereiche mit kiesigem Untergrund interessant. Wenn Rinnen, Sandbänke sowie etwa drei Meter Wassertiefe auch vom Strand aus erreichbar sind, solltet Ihr es dort  probieren.

Der Lohn für die Mühe folgt nach dem ersten Fisch. Denn dort, wo Ihr einen Steinbutt gefangen habt, ist immer wieder mit Fischen zu rechnen! Apropos Zeit, beim Uferangeln erlebte ich oft feste Beißzeiten. Meist zwischen sieben und neun Uhr und dann wieder kurz vor Sonnenuntergang. Sonnenschein und etwas bewegtes Wasser sind von Vorteil. Meine bevorzugten Steinbuttreviere befi nden sich vor Fischland-Darß-Zingst und nordwestlich von Rügen…

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE&ROLLE 10/2018 mit großen Plattfisch-Special!
Text & Fotos: Oliver Thees

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