Das Angelkajak ist das ultimative Trend-Fahrzeug für Angelverrückte: sportiv und öko einerseits, praktisch und fängig andererseits. Es vereint die Vorteile eines richtigen Angelbootes mit der Flexibilität eines Bellybootes.

Ein freund des Autors im Glück: Mit dem Kajak erreichte er die Hotspots

Jeder von uns hat das schon einmal erlebt: Du stehst am Ufer eines verschwiegenen, abgelegenen Gewässers, weit und breit gibt es keine Leihboote – und weit draußen, außerhalb der eigenen Wurfweite, raubt es wie verrückt! Der erste Gedanke ist dann fast immer: Mist, dass es hier kein Boot gibt! Nur Kajakangler denken etwas anderes: Hierher komme ich das nächste Mal mit dem Kajak wieder! Angelkajaks schließen für den modernen Raubfischangler eine „Lücke“, die sich bisher genau zwischen den Bellybooten einerseits und den „richtigen“ Booten andererseits auftat. Und nicht nur das!

Für isoliert liegende und schwierig zu erreichende Waldseen, Naturschutzgewässer mit Motor-Verbot, kleine Flüsse und Fließe oder für besonders flache, verkrautete Stillgewässer mit unzugänglichen Moor-Ufern ist ein Angel-Kajak die perfekte Antwort auf alle Fragen und allen anderen „Schwimmhilfen“ haushoch überlegen. Denn es hat kaum Tiefgang und kommt daher auch im Flachwasser zurecht. Es ist schnell und seetüchtig genug, um auch größere Wasserflächen und längere Wegstrecken zu meistern. Es bietet mehr Stauraum als jeder Rucksack. Und es scheucht und stört viel weniger als ein am Ufer entlangschleichender Angler.

Wer seine Kajaks auf dem Autodach transportieren will, sollte auf das Eigengewicht der Kajaks achten. Über 40 Kilo wirds unhandlich!

Tipp 1: Gewicht beachten!

Das Kajak-Gewicht entscheidet darüber, wie  flexibel Ihr später damit sein werdet. Simple Regel: Wer es nicht allein aufs Autodach gehievt bekommt, kriegt es meist auch nicht allein zu Wasser. Wer also ein Kajak kauft, das zu schwer ist, um es allein auf ein Autodach oder über ein unbefestigtes Ufer zu heben, verliert genau jene Flexibilität, welche das Kajak als Angelboot so wertvoll macht! Stattdessen werden für zu schwere Kajaks ein Trailer und ein zweiter Mann benötigt – was wiederum die Möglichkeit einschränkt, auf abgelegenen, unzugänglichen Gewässern zu angeln. Die „Schmerzgrenze“ liegt bei einem Gewicht um 30 bis 40 Kilo; alles darüber wird unhandlich.

Tipp 2: Paddeln oder treten?

Tret-Antriebe sind sehr beliebt, weil sie das Schleppangeln und das sogenannte „pelagische Angeln“ vereinfachen. Allerdings sind Tret-Kajaks auch teurer als Paddel-Kajaks. Außerdem benötigen Tret-Antriebe regelmäßige Wartung und Pflege, sonst gehen sie kaputt. In einem Havarie-Fall stellt sich dann außerdem heraus, dass Tret-Kajaks aufgrund ihrer Rumpfform längst nicht so gut zu paddeln sind wie reine Paddel-Kajaks, was bei rauen Wetterverhältnisse weit weg vom rettenden Ufer zum Problem werden kann. Auch auf  achen, hindernisreichen und stark verkrauteten Gewässern sind Tret-Antriebe im Nachteil, weil sie bei Grundberührung sowie durch Holz und Kraut im Wasser blockiert oder sogar beschädigt werden können…

Tipp 3: Denk an die Tragkraft!

Kajaks sind nicht beliebig schwer zu beladen. In der Regel gibt der Hersteller die maximale Tragkraft ab Werk vor. Je nach Modell können die Tragkräfte von Angelkajaks zwischen knapp über 100 bis deutlich über 200 Kilo schwanken. Wer bereits ohne Winterkleidung 90 Kilo Eigengewicht auf die Waage bringt und sein Kajak noch mit allen Errungenschaften der modernen Technik ausstatten will, sollte lieber ein Modell mit 200 Kilogramm Tragkaft kaufen anstatt eines mit 100, um über die nötigen Reserven für zusätzliches Tackle, Echolotbatterie und gefangenen Fisch zu verfügen…

Tipp 4: Der Rumpf

Tipp 5: Der Einsatzzweck

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Autor & Fotos: Sven Halletz

 

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