Viele denken beim Schleppfischen auf Hecht an normale Ruderboote oder gut ausgestattete Motorboote. Dass es auch anders geht, weiß Ruwen Koring. Er  scht erfolgreich vom Schlauchboot auf die bissigen Räuber.

Die Köder besitzen scharfe Drillinge. Deshalb sollte die Wandstärke des Schlauchbootes dick sein

Die letzten Vorkehrungen zum Hechtangeln sind getroffen und ich mache mich auf die Reise in unser Nachbarland – die Niederlande. Mit im Gepäck sind zwei Spinnruten samt Rollen, verschiedene Kunstköder, Unterfangkescher, Schlauchboot und weiteres Tackle, das ich zum Schleppangeln auf Hecht benötige. Ein Schlauchboot? Ja, Ihr habt richtig gelesen! Ich besitze zwar ein knapp sieben Meter langes Wallerboot, doch gerade beim Schleppen auf Meister Esox bietet ein Schlauchboot sehr viele Vorteile, die ich Euch nun aufzeigen will.

Vorteile überwiegen

Beim Angeln mit dem Schlauchboot bin ich schnell und flexibel. Außerdem ist alles sehr einfach. Das Gummiboot lässt sich klein verpackt im Kofferraum verstauen, wodurch ich problemlos auch spontan zum Fischen fahren kann. Zudem entfällt bei der Anreise der lästige Trailer hinter dem Auto, der aufgrund der Geschwindigkeitsbegrenzung wertvolle Angelzeit kostet. Ein weiterer großer Vorteil besteht darin, dass ich keine Slipstelle benötige. An nahezu jedem beliebigen Ort ist es mir möglich, das Boot zu Wasser zu lassen. Ein Pluspunkt sind ebenfalls die geringen Kosten bei der Anschaffung: Für ein Schlauchboot geben wir im Vergleich zum „normalen“ Boot deutlich weniger aus. Ich höre des Öfteren „Das ist mir viel zu gefährlich!“ oder „Sicher sieht anders aus…“. Da mag ein Fünkchen Wahrheit drinstecken. Wenn Ihr aber im Vorhinein auf ein paar Dinge achtet, gibt es kaum ein entspannteres und Erfolg versprechenderes Angeln.

Robuste Boote

Allen sollte klar sein, dass sich das Material von Schlauchbooten und spitze Angelhaken nicht vertragen. Somit stehen Sicherheitsvorkehrungen an erster Stelle. Eine Unachtsamkeit genügt und der Drilling des Kunstköders sitzt tief im Angelboot. Das kann verheerende Folgen haben. Daher ist nicht jedes Schlauchboot empfehlenswert. Vor allem solltet Ihr auf Qualität und genügend Stabilität achten. Ich setze auf Schlauchboote der Firma Mission-Craft. Diese begleiten mich unter anderem auch auf meinen Wallertouren. Eine dicke Wandstärke ist enorm wichtig. Bei meinem Boot beträgt sie ein Millimeter. Eine solche Außenwand verzeiht schon mal den Kontakt mit einem Haken und auch spitze Steine sowie Äste werden dem Material nicht gleich zum Verhängnis. Ein weiterer wichtiger Bestandteil meines Schlauchbootes ist der Aluboden. Er bietet mir eine hohe Stand- und sichere Trittfestigkeit. Das ist gerade im Drill und bei der Landung des gehakten Hechtes sehr wichtig. Schlauchbootlängen zwischen drei und vier Metern sind ideal, um mit zwei Personen effektiv zu fischen. Mein Boot besitzt eine Länge von 3,20 Metern, was für meine Bedürfnisse völlig ausreichend ist…

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE&ROLLE 05/2018!

Text & Fotos: Ruwen Koring

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