Wenn es im Frühjahr auf Friedfisch geht, zählt für Julius Wystemp der Klassiker Brot zum besten Köder überhaupt. Er verrät Euch, wie er seine Brotflocke noch fängiger macht.

Die Brotflocke pur am Haken.

Es ist fünf Uhr in der Früh und draußen herrscht noch finstere Nacht. Ein wenig verpennt mache ich mich zusammen mit meinem Freund Christopher auf den Weg zum Fischen. Heute will ich mit meinem Lieblingsköder – der Brotflocke – versuchen, ein paar Friedfische zu überlisten. Das warme Wetter der vergangenen Tage lässt nicht nur die Welt außerhalb des Flussbettes aus dem Winterschlaf erwachen. Die allmählich steigenden Wassertemperaturen verändern auch das Beißverhalten der Fische zum Positiven. Fing ich vor einem Monat ausschließlich dicke Döbel, sollten sich heute auch Brassen oder sogar Karpfen dazugesellen. Wie ich meine Brotflocke und das Futter noch attraktiver mache, möchte ich Euch nun erzählen.

Heisse Ecken

Bevor es ans Füttern geht, steht die Platzwahl an. Der heute anvisierte Streckenabschnitt beherbergt reichlich Friedfische in teils kapitalen Größen. Im frostigen Winter beißen nur Döbel.

Brotflocken saugen Flüßigkeiten gut auf und lassen sich toll mit Aroma-Sprays aufwerten.

Dafür gehen dann selbst mitten in der Strömung dicke Exemplare an den Haken. Jetzt im Frühling ändern sich die potentiellen Standplätze. Meine Aufmerksamkeit gilt nun vor allem den strömungsberuhigten Bereichen, in denen sich das Wasser schneller erwärmt. Eine geeignete Stelle für die heutige Session ist recht bald gefunden. In etwa 18 Metern Entfernung beginnt eine Strömungskante und bildet einen 150 Meter breiten, langsam fließenden Bereich mit leichter Rückströmung – definitiv ein Hotspot! Die Tiefe ist mit im Schnitt zwei Metern nicht optimal für den Frühling. Da der gesamte Abschnitt allgemein eher tiefer ist und es die wenigen flacheren Stellen durch die hohe Uferböschung nur schwer erlauben, von den Fischen unbemerkt zu angeln, halte ich vorerst an dem Platz fest. An fischverdächtigen Stellen lohnt es sich, früh im Jahr auf jeden Fall länger zu verweilen.

Sicherheit geben

Der Spot riecht förmlich nach Fisch und es fällt mir schwer, meinen Tatendrang zu zügeln. Es gilt, erst mal nur anzufüttern und nicht zu angeln. Bevor ich einen Futterplatz aufbaue, nehme ich die Strömungsverhältnisse genauestens unter die Lupe. Manchmal ist hierfür ein „visuelles Hilfsmittel“ nötig. Daher werfe ich zum Test einige kleine Ballen eingeweichtes Brot in verschiedenen Distanzen ein und beobachte die Rückströmung. Der Verlauf des Brotes offenbart, dass die leichte Strömung häufig in der Geschwindigkeit und auch in der Richtung variiert. Dort, wo so wenig Strömung wie möglich herrscht, damit das Futter am Grund ankommt, ist der ideale Platz…

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE&ROLLE 05/2018!

Text & Fotos: Julius Wystemp

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