Plump und behäbig wirken sie im Vergleich zu eleganten, schlanken Twitchbaits. Kein Wunder, dass Crankbaits bei vielen Barschanglern eher die zweite Geige spielen. Zu Unrecht, denn in bestimmten Situationen sind die dicken Wobbler unschlagbar.

Was heute im modernen Barschangler-Jargon als Crankbait bezeichnet wird, ist ein echter Klassiker. Damit hat – wenn vielleicht auch unter anderem Namen – schon so gut wie jeder Spinnfischer geangelt. Der gute alte Big S von Shakespeare gehört zum Beispiel dazu. Den hat Opa schon nach den Hechten geschmissen. Wie die meisten „Cranks” besitzt er – also der Big S, nicht Opa – eine gedrungene, fast schon kugelige Form. Klein und dick ist allerdings etwas aus der Mode geraten. Die allermeisten Barschangler bevorzugen schlanke, perfekt ausbalancierte Wobbler der Kategorie Twitchbait. Die sehen kleinen Beutefischen oft zum Verwechseln ähnlich und legen bei richtiger Führung einen tollen Tanz aufs Parkett. Großartige Köder!

Tiefläufer sind beim Cranken oft Trumpf, da sie den Boden berühren, was oft Bisse provoziert

Da können die vergleichsweise plump wirkenden Crankbaits kaum mithalten. Die rundlichen Wobbler ähneln nur mit viel Fantasie einem heimischen Fisch. Ihr Spiel ist zwar aggressiv und agil, aber doch eher langweilig. Ein Zupfer mit der Rute wirft sie nicht aus der Bahn. Plötzliche Ausbrüche zu den Seiten? Nicht mit Cranks! Dazu treiben viele dieser Wobbler auf wie Korken. Das heißt: Pausen, in denen der Köder auf der Stelle steht und verführerisch nachzittert, sind mit Crankbaits auch nicht möglich. Warum also solltet Ihr Euch dann überhaupt mit diesem Ködertyp beschäftigen? Ganz einfach: Weil Cranks eben auch echte Vorteile haben und manchmal einfach verdammt gut fangen!

Kurbeln und fangen

Zu Deutsch heißt „to crank” schlicht „einkurbeln”. Und damit wisst Ihr schon fast alles, was es in Sachen Köderführung zu beachten gibt. Crankbaits werden in der Regel einfach eingeleiert – und zwar gerne schnell bis sehr schnell! Die Dicken sollen keinen Beutefisch in Perfektion imitieren, sondern sind vielmehr dafür gemacht, Reaktionsbisse auszulösen…

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE & ROLLE 06/2021!
Text & Fotos: Tobias Norff

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