Familienleben und Karpfenangeln unter einen Hut zu bringen, ist eine Herausforderung. Aber eine, an der man als Angler und Mensch wachsen kann! Christopher Paschmanns vereint beides perfekt und gibt Euch Tipps für erfolgreiche Trips mit der Family.

„Papa, aufwachen!“, rufen meine Kinder im Chor, „Frühstück ist fertig!“ Verschlafen reibe ich mir die Augen, während meine beiden Rabauken die Camping-Matratze schon wieder als Trampolin nutzen. Die Zelttür haben sie halb geöffnet und durch das Moskitonetz fällt das warme Licht des Morgens. Vorm Zelt – mit Blick aufs Wasser – sitzt meine Frau im Stuhl und ich sehe den Dampf aus ihrer Kaffeetasse aufsteigen. „Na, Ihr habt wohl gut geschlafen?“, frage ich meine Familie. Haben sie, im Gegensatz zu mir. Denn ich war die halbe Nacht draußen auf dem Wasser, damit beschäftigt, vom Boot aus einen Karpfen nach dem nächsten zu drillen und immer schnell die Ruten neu zu legen. Ob ich mich beschweren will? Nein, bestimmt nicht! Das nenne ich einen perfekten Urlaub!

Sommer, Sonne, Familie in Frankreich

Übernachten im Zelt – ein ganz großes Abenteuer für Kinder! Und wenn dann noch Wasser in direkter Nähe ist und das Zelt nicht nur eine Nacht sondern gleich für ein paar davon die „Heimathöhle“ wird, dann ist das auch für die Kleinen ein Traumurlaub! Damals, als angehender Vater, hatte ich Sorge, dass meine Zeit fürs Karpfenangeln schwinden würde. Ja, mehr geworden ist sie nicht, aber dank guter Planung und da ich meine Familie mit einbeziehe, auch nicht wirklich weniger. Was gibt es schöneres, als das große Abenteuer Natur mit den Liebsten zu teilen? Und Frankreich ist da das perfekte Ziel. Warum? Weil
hier hunderte, große, schöne, wilde, öffentliche Gewässer mit einer Angelkarte zu befischen sind. Weil Kids unter zwölf Jahren mit einer einfachen Karte schon mit einer Rute mitfischen dürfen. Weil generell vier Ruten zum Karpfenangeln erlaubt sind und weil das Land für viele und große Karpfen steht. Ach ja, fast vergessen: Weil Wein, Käse & Co nirgends so gut schmecken, wie in Frankreich!

Mein Team! Sohn Oskar und Tochter Juni lieben es am Wasser zu sein

Gute Gewässer

Ok, das Land ist groß. Und wer zum ersten Mal mit Familie an öffentlichen, französischen Gewässern angeln möchte, steht wie der Ochs vorm Berg – wo anfangen? Für viele ist die Gewässerwahl die größte Hürde. An bekannten Seen wie dem Lac de St’Cassien oder Lac du Salagou, die sich für einen Urlaub im Süden mit Angeln eignen würden, ist mittlerweile entweder das Nachtangeln verboten oder sie sind überlaufen. An so berühmten Seen wie dem Lac du Der, dem Madine oder Liez kann das Angeln schon mal zur Schlammschlacht ausarten – nicht so familientauglich. Doch Frankreich ist auch deshalb so einladend, weil das Land gefühlt zur Hälfte aus Wasser besteht…

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE & ROLLE 04/2021!
Text & Fotos: Christopher Paschmanns

 

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