Gijs de Haan angelt im Winter gezielt auf kapitale Zander. Mit schweren Jigköpfen und großen Gummifischen hat er es auf die dicken Glasaugen in der Fahrrinne abgesehen.

„Finesse? Die ist mir nicht gerade vergönnt“, sagt Gijs und lacht, während er einen rund zwölf Zentimeter langen Gummifisch auf einen 28-Gramm-Jigkopf steckt. „Gerade bei dieser Technik ist man gezwungen, deutlich gröber zu angeln als beim Angeln vom Ufer. Sonst dauert es wirklich quälend lange, bis der Köder in die Nähe des Bodens – und damit auch des Zanders – kommt. Der Fluss führt in den Wintermonaten eine ganze Menge Wasser.” Träge fließt das dunkle, kalte Wasser der Ijssel vor unseren Füßen entlang, wobei die Buhnen ein bizarres Wirbelmuster an der Oberfläche zeichnen.

In der Rinne

Heute suchen wir aber nicht in Nähe der Buhnen und Strömungskante. Mit einem unübersehbaren Plumps landet Gijs Kunstköder in der Fahrrinne Richtung Flussmitte. Meter für Meter der gefl ochtene Schnur laufen von der Spule in die Tiefe. „Das Stottern des Bleikopfes zeigt, wann dieser den Boden erreicht hat. Dann drehe ich die Schnur stramm, und die Drift mit dem Gummifisch beginnt.“ Ein paar kräftige Züge mit der Rutenspitze, kombiniert mit schnellen Umdrehungen der Rolle, und der Kontakt zum Kunstköder ist da. Konzentriert verfolgt Gijs den Lauf des Gummifischs in der Strömung und wiederholt dabei regelmäßig das oben beschriebene Ritual. „Schön etwas Lärm mit dem Paddelschwanz machen, damit sie wissen, dass ein leichter Happen vorbeikommt.“

Große Köder, große Zander

Weitergehen! Nicht an jeder Buhne lauern die Räuber!

Mit einem so großen Gummifisch an einem schweren Jigkopf hat der Zander überhaupt kein Problem, meint Gijs. „Meiner Meinung nach gehen sie wegen des relativ großen Formats besonders wild darauf los“, vermutet er. „Manchmal wird einem die Rute fast aus den Händen gerissen, so gierig attackieren die Räuber. Jetzt im Winter sind es dann auch die besseren Fische ab etwa fünfzig Zentimeter, die ich auf diese Weise fange. In den ruhigeren Bereichen trifft man auch auf viele kleine Zander – und diese sind oft etwas gieriger als der Rest – aber die starke Strömung trennt die Spreu vom Weizen. Das ist ein weiterer Grund, warum ich gerne am Fluss angle. Ein großer Zander wärmt Dich noch etwas mehr auf“, sagt er mit einem Augenzwinkern…

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE&ROLLE 01/2021!
Text: Joran Bal
Bilder: Frank van der Burg

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