Das Angeln mit der Pole-Rute kann in der kalten Jahreszeit zäh sein. Doch mit der richtigen Taktik und Futterstrategie sind tolle Fänge drin. Andy Phelps zeigt, wie er bei eisigen Temperaturen am See erfolgreich ist.

Der Winter und das zeitige Frühjahr sind für Friedfischangler nicht immer einfach. Durch die kalten Temperaturen fahren die Fische ihren Stoffwechsel herunter, bewegen sich kaum und fressen nur wenig. Heute bin ich an einem kleinen See, an dem ich vorher noch nie war. Ich weiß nur, dass Rotaugen, Barsche und Karpfen vorkommen und die Tiefe bei rund 1,5 Metern liegt. Meine mitgebrachten Köder sind einfach: ein halber Liter lebendige und 250 Milliliter tote Maden. Außerdem noch einige Pellets, falls Karpfen am Spot erscheinen.
Während der kalten Monate ist es immer eine gute Idee, an Strukturen wie Kraut, Schilf oder überhängenden Bäumen zu fischen, die ich mir suchen werde.

Das Anfüttern bei diesen kalten Bedingungen ist sehr heikel. Füttere ich zu viel, ist der Tag ruiniert. Also muss ich extrem aufpassen. Heute verwende ich einen dunklen Futtermix für alle Friedfische, die im See vorkommen. Rund 60 Prozent dieser Mischung besteht aus einer auf dunklen Erde basierenden Komponente. Diese drücke ich durch ein Zwei-Millimeter-Sieb, um alle Klumpen, Steine und anderen großen Partikel herauszubekommen.

Ein guter Barsch kurz vor der Landung: Auch die Gestreiften lassen sich mit der Kopfrute fangen.

Die restlichen 40 Prozent bestehen aus zwei auf Getreide aufgebauten Mixen: Der eine ist sehr leicht mit wenigen Futterbestandteilen und der andere führt zu einer Wolkenbildung. Wenn ich nun alles zusammengebe und mit Wasser vermische, erhalte ich einen Mix, der eine schöne dunkle Wolke mit wenig Nährwert bildet, da sich diese nach einiger Zeit wieder auflöst. Die Konsistenz  der Ballen ist perfekt, wenn ich diese mit einem Druck formen kann…

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE&ROLLE 12/2020!
Text & Fotos: Andy Phelps

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