Großbarschgewässer sind rund um Berlin rar gesät. Umso beliebter ist der Motzener See, wo regelmäßig Stachelritter bis 50 Zentimeter gefangen werden. 

Dieter schwört auf kleine Wobbler zum Barschangeln.

Rund fünfzig Kilometer südlich von Berlin liegt zwischen Kallinchen und Motzen der Motzener See. Bewirtschaftet wird das als eines der saubersten Seen in Brandenburg bekannte Gewässer von dem Berufsfischer Nico Heer. Angler sind herzlich willkommen. Der See hat einen ganz besonders guten Ruf bei Raubfischanglern. Nummer eins ist ohne Frage der Barsch, welcher hier Längen von über 50 Zentimetern erreicht. Im Schnitt messen die gestreiften Räuber zwischen 25 und 40 Zentimeter. Fängige Köder sind Wobbler, Spinner und Gummishads bis zehn Zentimeter. Wenn die Barsche im Herbst in tiefere Regionen ziehen, lohnt sich das Drop Shop-Angeln mit fünf bis acht Zentimeter langen Gummiködern sowie kleinen Rotaugen oder Lauben am Fireball.

Zander am Berg

Auch der größere Verwandte, der Zander, ist im Herbst in den tieferen Seeteilen zu finden und wird auf Gummis und Köderfische gefangen. Im Sommer stehen diese Stachelritter genauso wie die Barsche an den Abfallkanten der beiden Berge im See. Wer dort harten Untergrund findet, hat gute Chancen auf einen Biss. Nicht zu verachten ist auch der Hechtbestand. Räuber um einen Meter Länge sind immer möglich. Im Sommer lassen sie sich vor den Binsenfeldern an den Haken bringen. Im Herbst ziehen sie dann immer mehr ins Freiwasser.

Nachts gefangen, morgens fotografiert. Petri zum tollen Zander!

Als weitere Raubfische kommen Aale und Welse vor. Vom Berufsfischer wurden schon Schlängler bis 110 Zentimeter und Welse bis zwei Meter gefangen. Wer es auf Friedfische abgesehen hat, kann gezielt auf Karpfen, Schleien und Weißfische angeln. Letztere müssen grundsätzlich entnommen werden. Aus uralter Zeit gibt es noch einige Marmorkarpfen im See und vereinzelt beißt auch mal ein Graskarpfen. Da es rund um den See viele Privatgrundstücke und zudem große Binsenfelder gibt, ist das Angeln vom Ufer nur eingeschränkt möglich. Daher ist das Bootsangeln zu empfehlen. Boote können bei Nico Heer gemietet werden.

Mehr zum Gewässer lest Ihr in der aktuellen RUTE & ROLLE 09/2020!
Text & Fotos: Dieter Schröder

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