Für Jesco Peschutter war es eine Reise in die Vergangenheit. Nach 25 Jahren fuhr er erneut ganz in den Süden des Landes. Diesmal begleitete ihn Tobias Norff nach Hausvik bei Korshamn. Eine vielversprechende Angelei wartete dort auf die beiden.

Als 14-Jähriger startete ich meine erste Norwegentour und drei Jahre später meine zweite. Mit meiner Familie ging es beide Male nach Korshamn in Südnorwegen. Seitdem bin ich dem Land der Trolle verfallen. Ich liebe die Fjorde, das Meer, die urigen Felsen und Berge sowie die wunderschöne Natur. Schon damals fing ich tolle Fische und Arten, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Jetzt will ich zum Ursprung meiner Norwegenleidenschaft zurückkehren. Zusammen mit Tobias Norff mache ich mich auf die kurze Anreise durch Dänemark, nehme die Fjord Line-Schnellfähre von Hirtshals nach Kristiansand und fahre dann noch gut 90 Minuten bis zu unserem Ziel: Hausvik bei Korshamn. Alte Kindheitserinnerungen kommen hoch. Ich weiß genau, wie ich damals im klaren Fjord geschwommen bin, meine ersten Reker (Tiefseegarnelen) verspeiste und tolle Dorsche, Leng, Schellfische sowie etliche andere Fjordbewohner fing. Doch wie sieht es 25 Jahre später aus? Verspricht das Revier immer noch eine tolle Fischerei? Das will ich zusammen mit Tobias herausfinden.

Vielfalt im Fjord

Die ersten Tage pustet der Wind recht ordentlich, sodass wir die spannenden Ecken weiter draußen nicht anfahren können. Also beschließen wir, erste Versuche zwischen den Schären vor  der Anlage und im Grønsfjord zu starten. Mit Fischfetzen oder Reker als Köder bekommen wir recht schnell Bisse. Ein Wittling ist der erste Fisch der Tour. Es folgen farbenfrohe Kuckuckslippfische und Seeskorpione. Hinter dem Aspelskjergrunnen in der Nähe des Revøysundet bei der bekannten Autobrücke machen wir auf dem Echolot ein paar Dorsche aus. Mit Gummifisch und Pilker, die wir in Tiefen von 10 bis 50 Metern anbieten, fangen wir schöne Küchenfische. Gegen Abend fahren wir etwas weiter Richtung Fjordausgang und probieren unser Glück an den 10 bis 20 Meter Erhebungen vor der Insel Revøy.

Ein farbenfroher Kuckuckslippfisch, der Reker zum Fressen gern hatte

Mit Gummifischen an 20 bis 50 Gramm schweren Bleiköpfen, die Tobias und ich langsam durch die Wassersäule führen, bekommen wir brutale Bisse. Schnell wird klar, wer hier im Freiwasser raubt: kampfstarke Pollacks. Und zwar nicht nur kleine Burschen, sondern auch richtig gute gehen uns an die Jighaken. Die bronzefarbenen Fische liefern rasante Drills, wobei die Bremse gleich mehrfach aufschreit. 50 bis 70 Zentimeter sind die Kämpfer im Schnitt lang. Zufrieden beenden wir den ersten Angeltag mit ein paar leckeren Meeresfischen in der Bütt…

Den kompletten Artikel lest Ihr in Eurer RUTE&ROLLE 10/2019!
Text: Jesco Peschutter
Fotos: Tobias Norff, Jesco Peschutter

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