Finval sorgt in der Bootsanglerszene seit kurzer Zeit für Furore. Wir testeten für Euch die 510 Rangy.

Wenn Du Dich ein bisschen mit Angelbooten beschäftigst, ist Dir bestimmt schon das international aufstrebende Fabrikat Finval Boats bereits irgendwo über den Weg gelaufen. Die in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gebauten Boote rütteln den Markt derzeit ganz schön durch. Seit 2017 importiert die alpha mobile-marine GmbH aus Sassnitz auf der Insel Rügen die Aluboote. Geschäftsinhaber Aleksandr Volkovskij beliefert zwei Fachhändler aus dem baden-württembergischen Alpirsbach und dem niedersächsischen Bleckede. Genau dort erwartet uns Martin Porath von der Firma Deufin Boote & Yachten, um uns eine nagelneue Finval 510 Rangy für den Praxistest auf der Elbe zu überlassen.

Die 5,10 x 1,90 Meter messende und unbelastet nur 370 Kilo wiegende Aluminium-Konstruktion wird mit 15 bis 60 PS leistenden Außenbordern kombiniert. Am Heckspiegel der natürlich völlig problemlos trailerbaren Probandin ist Mercurys F60 EFI Sea-Pro ELPTBT verbolzt. Der vierzylindrige Viertakter kommt als „Big Tiller“-Version zum Einsatz – in die verlängerte Ruderpinne sind Schaltung, Drehgas, Powertrimm und sogar eine Trollingfunktion integriert. Vor dem Anlassen der Maschine schauen wir uns die laut der geltenden CE-Einstufung C für vier Personen konzipierte Finval im Detail an. Uns springt die absolut solide und daher von A bis Z überzeugende Verarbeitungsqualität des Bootes ins Auge. Zwei geschützte Rutenfächer in 250 beziehungsweise 300 Zentimetern Länge bieten reichlich Platz und eine Heck sowie Bugplattform sorgen für erhöhten Stand. Darunter befindet sich Stauraum für Euer Tackle sowie Batterien. Ein 60 Liter fassender Livewell mit automatischer Befüllung ist ebenfalls in der Grundausstattung enthalten. Als kostenpflichtige Extras gelistet sind die bequem gepolsterten, guten Halt gebenden Einzelstühle achtern und mittschiffs und der Bike-Angelsitz auf dem Vordeck.

Viel Platz für Angler und Tackle: Unter den Podesten wartet reichlich Stauraum

 

Am ringsum laufenden Schienensystem könnt Ihr blitzschnell Rutenhalter und Befestigungen für Echolot und -geber installieren. Am Bug könnt Ihr selbstverständlich problemlos einen E-Motor anbringen. Die innere Bordwandhöhe der als „unsinkbar“ beworbenen Testkandidatin misst 46 Zentimeter, was ausreicht. Allerdings finden wir die vier Plastik-Klampen eine Nummer zu klein. Außerdem wäre eine strapazierfähigere Gummi-Scheuerleiste von Vorteil. Schade finden wir, dass mangels einer Selbstlenzung die automatische Bilgenpumpe in Aktion tritt…

Technische Daten

Länge über Alles: 5,10 m
Breite: 1,90 m
Tiefgang (Antr. angehoben): 0,15 m
Gewicht (o. Motor): 370 kg
CE-Kategorie: C
Max. Personenzahl: 4
Brennstofftank (opt.): 44 l
Wassertank („Livewell“): 60 l
Baumaterial: Marinealuminium
Motorisierung: Außenborder (Langschaft), werftseitig empfohlene Leistung 11,0 bis 44,1 kW (15 bis 60 PS)
Grundpreis (ab Bleckede): 9.550 €, Preis mit fertig montiertem Testmotor ab 20.799 €, Preis des einsatzbereiten Testbootes inklusive umfangreicher Extraausstattung 27.662 €

Das finden wir gut…

+Einwandfreie Laufeigenschaften und sehr gute Fahrleistungen
+Für die Bootsgröße optimales Platzangebot und viel Stauraum

Das finden wir nicht so gut…

-Im Cockpitbereich ist leider keine Selbstlenzung vorgesehen

Informationen und Werft
Deufin Boote & Yachten, Martin Porath
(Finval-Händler und Lieferant des Testbootes)
Fritz-von-dem-Berge-Straße 12
21354 Bleckede
Tel. (05852) 390 90 55
www.deufin-boats.de

Den kompletten Artikel lest Ihr in RUTE&ROLLE 07/2019!
Text & Fotos: Rex Schober

 

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