Beim Karpfenangeln erfordert jede Situation eine passende Schnur. Mit der neuen Direct Connect entwickelte Berkley fünf unterschiedliche Leinen. Teamangler Dario Landsiedel erklärt Euch, wann Ihr welche Schnur am besten einsetzt.

Schnüre sind unsere Verbindung zum Fisch. Sie müssen beim Werfen und Drillen viel aushalten, bei der Landung letzte Fluchten abpuffern und dürfen bei fiesem Untergrund nicht versagen. Zudem sollen sie leicht zu knoten und belastbar sein. Ich stelle Euch fünf neue Schnüre aus dem Berkley-Programm vor. In der Direct Connect-Serie habt Ihr die Auswahl zwischen Schnüren aus Fluorocarbon, Mono und Geflecht, die alle perfekt fürs Karpfenangeln sind. Für welche Einsatzgebiete sich die Leinen am besten eignen, zeige ich Euch hier.

Starkes Geflecht zum Distanzangeln

Eckdaten der Direct CB2000.

Direct Connect CB2000: In der Karpfenszene finden geflochtene Schnüre immer mehr Anhänger. Schließlich bietet Geflecht einige entscheidende Vorteile. Die Tragkraft ist im Verhältnis zum Durchmesser überragend. Geflochtene Schnüre besitzen eine sehr geringe Dehnung, was vor allem beim Fischen auf weite Entfernung super ist. Die Bisserkennung leidet nicht und jeder einzelne Zupfer wird sofort auf den Pieper oder Swinger übertragen. Das Entwicklungsteam von Berkley erschuf eine neue geflochtene Schnur, in die all die Erfahrung der Teamangler einfloss. Es entstand die Direct Connect CB2000, die eine unglaubliche Stärke besitzt. Bei einem Durchmesser von 0,16 Millimetern liegt die Tragkraft bereits bei satten 16,75 Kilo. Laut Entwickler ist dieses Dyneema-Geflecht ein großer Fortschritt im Vergleich zu ähnlichen Produkten auf dem Markt. Selbst das Auswerfen ist kinderleicht mit der CB2000. Besonders für Karpfenangler interessant, die in der frostigen Zeit noch am Wasser sitzen: Das neue Berkley-Geflecht nimmt kein Wasser auf und kann damit im Inneren nicht gefrieren.

Hohe Tragkraft bei geringem Durchmesser zeichnet die geflochtene Direct Connect CB2000 aus.

 

 

Fluorocarbon für scheue Karpfen

Eckdaten zur Direct Connect CF600

Direct Connect CF600: Fluorocarbon setzen viele Angler nur als Vorfachschnur ein. Aufgrund des ähnlichen Lichtbrechungsindex wie Wasser ist sie für die Fische kaum wahrnehmbar – ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen monofilen Schnüren. Als Hauptschnur kommt Fluorocarbon selten auf die Rollen, da es in der Regel sehr steif ist. Doch mit der Direct Connect CF600 hat Berkley eine Fluorocarbon-Hauptschnur entwickelt, die sehr geschmeidig ist. Nun können sich Karpfenangler freuen, die Vorteile der fast unsichtbaren Leine auf ganzer Länge auszunutzen. Gerade an klaren Gewässern schöpfen scheue Großkarpfen nicht so schnell Verdacht. Die CF600 ist schwerer als eine normale Monofile. Dadurch sinkt  sie schnell auf den Grund, was bei regem Bootsverkehr oder Badegästen die Nerven des Anglers schont. Durch das hohe Eigengewicht ist die Schnur nicht zum weiten Auswerfen geeignet. Wer ein Boot oder Futterboot besitzt, kann die Montage aber mühelos am Spot ablegen. Tipp: Stellt die Rollenbremse nach dem Ausbringen der Rigs etwas fester als gewohnt ein. So spannt sich die Schnur beim Biss und das Fluorocarbon hebt sich vom Boden ab. Dadurch vermeidet Ihr Hänger am Grund. Eine sehr hohe Abriebfestigkeit macht die Schnur zum perfekten  Wegbegleiter beim Einsatz zwischen Bäumen, Ästen, auf Muschelbänken und steinigem Untergrund. Wer will, kann die CF600 natürlich auch als Schlagschnur fischen. Das neue luorocarbon von Berkley besitzt außerdem einen sehr geringen Memory-Effekt. Ist die CF600 verkräuselt, reicht es aus, sie einfach mit den Fingern glatt zu ziehen. Danach sieht die Schnur wie neu aus.

 

Grüne Mono: Allrounder für weite  Würfe

Eckdaten zur Direct Connect CM90

Direct Connect CM90: Manchmal ist die Wurfweite beim Karpfenangeln entscheidend. Sind Boote nicht erlaubt, muss das Blei mitsamt Rig durch einen kraftvollen Schwung zum Hotspot befördert werden. Liegen Kanten, Plateaus oder Krautfelder weit im See, ist die richtige Wurftechnik entscheidend, ob wir diese Plätze erreichen. Klar, Rute und Rolle müssen aufeinander abgestimmt sein. Doch schließlich entscheidet die Schur, welche Entfernungen möglich sind. Sie muss sauber und geschmeidig durch die Ringe gleiten und selbst schwere Gewichte aushalten. Genau das bietet die Direct Connect CM90.

Durch ihre unglaubliche Stärke hält sie selbst Kraftwürfe locker aus und sorgt dafür, dass sich der Rutenblank gleichmäßig auflädt. Das Fischen auf große Distanz stellt weitere Ansprüche an die Schnur. Sie muss sich zwar im Drill dehnen, darf aber nicht wie ein Gummiband nachgeben. Ansonsten ertönen die Bissanzeiger erst viel zu spät. Nicht gut, wenn der Boilie kurz vor einem Hindernis liegt. Mit der CM90 sind Bisse durch die verringerte Dehnung gut zu erkennen. Außerdem ist selbst der Drill von Schwergewichten kein Problem. Apropos Hindernisse: Sollte die Schnur mit diesen doch mal in Kontakt kommen, schützt die hohe Abriebfestigkeit vorm sofortigen Fischverlust. Der Karpfen bleibt nicht in den Ästen, sondern landet im Kescher. Die Berkley-Schnur ist dichter als handelsübliche Monofile und sinkt dadurch viel besser. Eine krautgrüne Farbe sorgt für perfekte Tarnung im Gewässer. Die CM90 ist nicht nur für Weitenjäger sinnvoll, sondern kann natürlich auch im Nahbereich gefischt werden – eben ein echter Allrounder!

 

Braune Mono für Kapitale Kämpfer

Die Eckdaten zur Direct Connect CM70.

Direct Connect CM70: In nährstoffreichen, trüben und schlammigen Gewässern finden Karpfen Nahrung im Überfluss und wachsen schnell zu wahren Brummern heran. Kein Wunder, dass wir dort meist viele Angler antreffen. Kapitale Karpfen geben im Drill richtig Gas und eine Schnur muss harte Fluchten gut wegste wegstecken. Außerdem lastet eine enorme Kraft auf den Knoten. Berkley entwickelte die Direct Connect CM70 für diese Anforderungen. Die Knotenstärke dieser monofilen Schnur ist enorm, die Abriebfestigkeit extrem hoch und auch die Wurfweiten können sich sehen lassen. Rasante Fluchten puffert die schlammbraune Schnur spielerisch ab. Durch die bräunliche Farbe ist sie auf schlammigen Untergrund kaum zu erkennen. Nicht nur an Seen macht sich die CM70 super. Nein, auch an Kanälen oder Flüssen nimmt sie es gerne mit den richtig dicken Karpfen auf.

 

Gelbe Mono für bessere Sichtbarkeit

Die Eckdaten zur Direct Connect CM50.

Direct Connect CM50: Viele Karpfenschnüre sind dunkel, schlicht und unauffällig. Manchmal ist eine knallige Leine aber klar von Vorteil. Zum Beispiel, wenn die Rigs direkt vor Seerosen oder einer Schilfkante liegen. Falls der Fisch in der Nacht mitten in die schützende Deckung flüchtet, erleichtert eine leuchtende Schnur das Lokalisieren und schließlich sichere Landen des Karpfens. Zusätzlicher Pluspunkt einer strahlenden Schnur: Nicht nur Ihr seht diese, sondern auch andere Angler und Wassersportler. Gerade an vielbesuchten Gewässern sorgt eine auf auffällige Hauptschnur dafür, dass erst gar keine Konflikte entstehen. Die Direct Connect CM50 ist die perfekte Monofile für alle, die ihre Schnur gerne sehen. Durch die sichtbare, aber dennoch lichtdurchlässige gelbe Farbe eignet sie sich optimal für alle Angeltechniken, bei denen der Angler wissen muss, wo die Leine liegt. Außerdem ist die CM50 stark und zuverlässig, wirft sich super und besitzt eine ausgezeichnete Knotenstärke. Auch größere Fische lassen sich mit dieser Schnur leicht ausdrillen.

Text & Fotos: Dario Landsiedel

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